Er ist 55 Meter groß, hat eine Keule in der Hand und ist sichtlich erregt: Der Riese von Cerne Abbas ist ein bekanntes Wahrzeichen Großbritanniens. Nun werden seine Umrisse früher als gewöhnlich nachgezogen. Die Kreidefigur leidet offenbar zunehmend unter den sich verändernden Wetterbedingungen. Deshalb hat der National Trust, eine gemeinnützige Organisation der Denkmalpflege, 17 Tonnen Kreide und ungefähr 300 Helfer in die englische Grafschaft Dorset beordert. Zunächst hatte unter anderem die BBC berichtet .

Die gemeinnützige Organisation zieht die Umrisse der Figur eigentlich alle zehn Jahre nach, um sie vor Unkraut und Erosion zu schützen. Zwischen den Kreideanstrichen sollen Schafe das Gras kurz halten. Jetzt sei aber bereits sieben Jahre nach der letzten Schönheitskur für den Riesen ein neuer Einsatz nötig, teilte der der National Trust mit.Der Organisation zufolge haben sowohl stärkere Regenfälle als auch heißere Sommer dem Riesen zugesetzt. Die stärkeren Regenfälle in Verbindung mit den häufigen Trockenperioden im Sommer führen demnach dazu, dass das Gras langsamer nachwächst und die Kreidekanten dadurch stärker freigelegt und anfälliger für Erosion werden. Zudem spüle das viele Wasser die Kreide schneller vom Hang.