Im Bertelsmann-Reich geht Riverty neben Unternehmen wie dem TV-Sender RTL oder dem Musikunternehmen BMG fast unter – schon der Firmenname ist weitgehend unbekannt. Dabei arbeitet die Fintech-Tochter des Medienkonzerns mit großen Onlineshops wie dem Modehändler Asos oder dem Spielzeughersteller Lego zusammen. Im Hintergrund wickelt Riverty Rechnungs- und Ratenkäufe ab, das sogenannte „Buy now, pay later“-Geschäft. Und das durchaus mit Erfolg: Im Jahresabschluss wird die Firma als Wachstumstreiber für Arvato, das wichtige Dienstleistungsgeschäft von Bertelsmann, herausgestellt.Nun hat Riverty eine Banklizenz in Luxemburg erhalten, wie das manager magazin von dem Unternehmen erfuhr. Für das Projekt stellt Bertelsmann einen dreistelligen Millionenbetrag als Eigenkapital zur Verfügung, weitere Investments fließen in den Aufbau der Bank. Die Lizenz „markiert ein neues Kapitel für Finanzdienstleistungen bei Bertelsmann und unterstreicht den unternehmerischen Erfolg, den wir beim Aufbau und der Skalierung eines führenden paneuropäischen Fintechs erzielt haben“, lässt sich Carsten Coesfeld (39), Bertelsmann-Vorstand und Enkel des Patriarchen Reinhard Mohn, zitieren. Coesfeld ist auch für Riverty verantwortlich. Innerhalb von zehn Monaten hat die Fintech-Firma die Lizenz erhalten – ein vergleichsweise schneller Prozess.