Das Yad Vashem International Institute for Holocaust Education in Jerusalem wird seine erste Außenstelle außerhalb Israels in Deutschland eröffnen. Wie das sächsische Kultusministerium am Donnerstag unter Berufung auf Yad Vashem mitteilte, wird es neben dem Hauptstandort München eine weitere Einrichtung in Leipzig geben. Geplant sei in der sächsischen Stadt ein „Yad Vashem Educational Center“ vor allem für Pädagoginnen und Pädagogen.Ziel sei, das Bewusstsein für zeitgenössischen Antisemitismus zu schärfen und das Engagement für Menschenwürde und moralische Verantwortung zu fördern. In Leipzig soll das Zentrum im bereits bestehenden Ariowitsch-Haus seinen Platz finden, einem Ort der Bildung, Kultur und Begegnung. „Anerkennung und Verantwortung zugleich“ Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) erklärte: „Teil des neuen Holocaust-Bildungszentrums in Deutschland zu sein, ist für Sachsen eine große Ehre und zugleich Verpflichtung.“ Leipzig könne auch eine „Brücke nach Osteuropa“ sein.Kultusminister Conrad Clemens (CDU) erklärte, für Sachsen und Leipzig sei das „eine nicht hoch genug zu schätzende Anerkennung und Verantwortung zugleich“. „In Kooperation mit dem Freistaat Bayern werden wir die Arbeit des ‚Yad Vashem Educational Center‘ in Deutschland mit aller Kraft, Hingabe und Demut unterstützen“, erklärte der Minister.Als nächste Schritte sind laut Kultusministerium finanzielle und personelle Fragen zu klären sowie bauliche Maßnahmen und die inhaltliche Abstimmung mit dem Standort in München. Am Nachmittag wollte Kultusminister Clemens über Details informieren. (epd)