Der US-Konzern Uber treibt seine Ambitionen für eine Übernahme des deutschen Essenslieferanten Delivery Hero verstärkt voran. Wie aus einer am Mittwoch ​veröffentlichten Stimmrechtsmitteilung hervorgeht, hielt Uber zum 25. Mai 24,99 Prozent der Stimmrechte, nach zuvor 19,5 Prozent.Delivery-Hero-Aktien legten ⁠am Mittwoch 1,5 Prozent zu ​auf 39,35 Euro. ​In den vergangenen drei Wochen hat sich der Kurs damit nahezu verdoppelt.Zugleich reduzierte der Hongkonger ‌Vermögensverwalter Aspex seinen Anteil an dem Berliner Unternehmen von 14,55 auf 7,56 Prozent. Der „Financial Times “ zufolge hat sich Uber direkt und über Derivate den kompletten Aspex-Anteil unter den Nagel gerissen – für einen Preis von knapp unter 40 Euro je Aktie. Das würde Delivery Hero mit etwa zwölf Milliarden Euro bewerten. ​Uber habe sich fast 37 Prozent an Delivery Hero gesichert.Am Wochenende hatte Delivery Hero ein unverbindliches Gebot des ⁠US-Konzerns von ⁠33 Euro je Aktie bestätigt. Der von der „FT“ genannte Preis würde allerdings eine neue Marke setzen. Uber, Aspex und Delivery Hero lehnten der Zeitung zufolge einen Kommentar ab.Ein weiterer Großaktionär von ‌Delivery Hero ist der niederländische Technologie-Investor Prosus . Dieser hält noch 21,8 Prozent ​an dem Berliner ‌Unternehmen, nachdem er im April 4,5 Prozent an Uber verkauft hatte. Damals hatte Uber mit 20 Euro je Aktie noch deutlich weniger gezahlt. Prosus muss seine Beteiligung an Delivery Hero bis August auf weniger als 10 Prozent abbauen. Das ist eine ‌EU-Auflage, nachdem der Investor den britischen Rivalen Just Eat Takeaway übernommen hatte. Einem Medienbericht zufolge hat Prosus bei der EU offiziell eine Befreiung von weiteren Zwangsverkäufen beantragt.