Weil er mit seinem Auto seine ehemalige Partnerin und deren Freundin angefahren und schwer verletzt hat, ist ein Mann vor dem Landgericht Passau zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Die Richter sprachen ihn des versuchten Mordes an der Freundin und des versuchten Totschlags an der Ex-Partnerin sowie der gefährlichen Körperverletzung und des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr schuldig.
Der 49 Jahre alte Iraker war mit seinem Auto in der Passauer Innenstadt auf seine ehemalige Partnerin und die gemeinsame, fünfjährige Tochter sowie eine zufällig hinzugekommene Freundin zugefahren. Die beiden Frauen wurden schwer, das Kind leicht verletzt. Nachdem der Mann die Frauen angefahren hatte, war er laut Anklage aus dem Wagen ausgestiegen und hatte seine halb unter dem Auto liegende Ex-Partnerin geschlagen und getreten. Die Freundin war vor das Fahrzeug gestürzt.
Mehrere Zeugen, darunter zwei weitere Freundinnen der Ex-Partnerin, hatten den Vorfall beobachtet. Passanten alarmierten die Rettung.
Die Staatsanwaltschaft hatte elf Jahre Haft unter anderem wegen zweifachen versuchten Mordes gefordert. Sie sah die Mordmerkmale Heimtücke, niedrige Beweggründe sowie gemeingefährliche Mittel verwirklicht. Motiv sei gewesen, dass der Iraker die Trennung und die Übertragung des Sorgerechts für die Tochter auf seine ehemalige Partnerin nicht akzeptieren wollte. Einer der Nebenklage-Vertreter kritisierte, dass der Angeklagte »nicht im Ansatz Reue oder Mitleid« zeige und forderte mindestens zwölf Jahre Haft.







