Ein Reh äst seelenruhig auf einer Wiese. Menschen sind kaum zu sehen, außer in Autos. Zwischen Feldern und Hecken rollt der kleine Zug durch die Weiten der Prignitz nordwestlich von Berlin. Menschen, die für diese und andere Bahnstrecken in der Region kämpfen, haben den neuen Brandenburger Infrastrukturminister Robert Crumbach (SPD) eingeladen. Sie wollen ihm zeigen, welche Zukunft diese Strecken haben können. Auch Berliner würden profitieren. Doch wie realistisch ist das?
Es ist wie anderswo auf dem Land in Ostdeutschland. Viele Menschen sind weggezogen. Wer geblieben ist, muss miterleben, wie immer mehr Infrastruktur verschwindet – erst die Sparkassenfiliale, dann die Schule, zuletzt der Briefkasten. Doch die Prignitz ist etwas Besonderes.
„Wir haben uns gewehrt – mit Erfolg“, sagt die SPD-Abgeordnete Katrin Lange. Als Amtsdirektorin in Meyenburg hat sie erlebt, dass das Land auf Empfehlung des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg (VBB) den Regionalverkehr in ihre Stadt abbestellen wollte. Die Linie RB74 blieb. Doch nur wenn die Strecke ausgebaut wird, dort auch Züge von Berlin an die Ostsee fahren, könne sie als dauerhaft gesichert gelten.
Züge ans Meer: „Ein Traum, wenn das klappen würde“







