Ermittler sind im Auftrag der bei der Staatsanwaltschaft Köln angesiedelten Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime Nordrhein-Westfalen (ZAC NRW) bundesweit gegen mutmaßliche Akteure eines kriminellen Netzwerks vorgegangen, bei dem mittels Darknet internationaler Drogenhandel und Geldwäsche über Nagelstudios betrieben wurde. Wie die Behörden mitteilten, durchsuchten mehr als 400 Einsatzkräfte in Nordrhein-Westfalen und Hessen insgesamt 40 Objekte. Acht Personen wurden festgenommen.

An den Maßnahmen beteiligt waren neben dem Bundeskriminalamt (BKA) auch der Zoll sowie das Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität Nordrhein-Westfalen (LBF NRW). Unterstützt wurden sie von der Bundespolizei sowie den Landespolizeien Hessen und Nordrhein-Westfalen.

Die Ermittlungen beziehen sich laut Staatsanwaltschaft nicht auf einen einzelnen Darknet-Marktplatz, sondern auf zahlreiche Plattformen. Auf Nachfrage von heise online nannte die Staatsanwaltschaft Köln dabei auch mehrere bereits aus früheren Ermittlungen und internationalen Strafverfolgungsmaßnahmen bekannte Plattformen wie Nemesis, Kingdom Market, AlphaBay, Archetyp, Incognito, Bohemia, ASAP, Tor2Door, White House Market und Empire Market. Manche davon waren schon früher beschlagnahmt, wurden dann aber wieder aktiv.