PfadnavigationHomeSportFußballWMZDF-Moderatorin Lili Engels„Julian Nagelsmann ist meist geradeheraus, redet nicht politisch“Stand: 18:17 UhrLesedauer: 3 MinutenLili Engels fliegt am 6. Juni in die USA – der Rückflug ist erst für nach dem Finale geplantQuelle: picture alliance/Peter SchatzLili Engels feiert im deutschen WM-Quartier Premiere. Bei den Interviews mit Julian Nagelsmann wird sie zum Sprachrohr für die Fragen der Fans. Hier erklärt die ZDF-Moderatorin, was der Bundestrainer für ein Gesprächspartner ist.Bei der WM ist Lili Engels das neue ZDF-Gesicht im Quartier der deutschen Nationalmannschaft in Winston-Salem (USA). Sie folgt in dieser Rolle auf Sven Voss, reist mit der Nationalelf zu den Spielen beim Turnier in den USA, Kanada und Mexiko (11. Juni bis 19. Juli) und führt die Interviews mit Bundestrainer Julian Nagelsmann.Frage: Frau Engels, die WM ist mit gut fünf Wochen so lang wie noch nie. Was darf nicht im Koffer fehlen?Lili Engels: Meinen Schmuck sollte ich nicht vergessen. Ich trage immer die gleichen Ringe, die gleichen Ketten, die gleichen Armreifen. Die sollten bei der WM dabei sein, sonst werde ich sehr nervös. Ich habe einen Armreif, der mich an meine Oma erinnert, und einen Freundschaftsring mit meiner Mutter.Frage: Wie lange sind Sie insgesamt unterwegs?Engels: Los geht es am 6. Juni. Den Heimflug habe ich erst nach dem Finale (19. Juli; d. Red.) gebucht, das wir als ZDF übertragen – hoffentlich mit deutscher Beteiligung.Frage: Die Aufgabe im WM-Quartier ist eine Premiere für Sie. Wie groß ist die Vorfreude?Lesen Sie auchEngels: Natürlich riesig. Das ist ein absoluter Traumjob. Was gibt es Größeres, als von einer Fußball-WM zu berichten und dann auch noch direkt aus dem deutschen Quartier? Ich habe dort Nils Kaben und Florian Zschiedrich an meiner Seite. Mein Fokus liegt auf den Live-Übertragungen der Spiele, Interviews vor Ort und der Verbindung durch Schalten in unser Hauptstadtstudio.Frage: Wie gut kennen Sie die Nationalspieler aus Interviews bei Top-Spielen?Engels: Ich kenne die meisten bereits aus eigener Erfahrung. Ich schaue aber auch so viele Fußballspiele, und aus den Interviews dort bekomme ich superschnell ein Gefühl, was es für Gesprächspartner sind.Lesen Sie auchFrage: Sie werden die Interviews mit dem Bundestrainer führen. In dieser Rolle sind Sie immerhin das Sprachrohr für die Fragen von Millionen Zuschauern.Engels: Die Masse an Zuschauern spielt für mich ehrlich gesagt keine Rolle, weil ich da so bei mir bin. Ich habe noch nie in die Kamera geguckt und gedacht: Wow, da sind jetzt Millionen, die mir zuschauen. Ich glaube, dass es eine Stärke von mir ist, das nicht an mich heranzulassen. Ich hoffe, das bleibt weiter so, denn es ist gute Grundlage, um ein gutes Interview führen zu können.Frage: Wie ist Julian Nagelsmann als Gesprächspartner?Engels: Da ich die Nationalmannschaft für das ZDF begleite, hatte ich bereits Interviews mit ihm. So entwickelt man nach und nach ein Gefühl für einen Menschen. Er ist meist geradeheraus, redet nicht politisch. Er ist sehr fokussiert auf seine Rolle, auf das Sportliche, auf sein Team. Du bekommst sehr fundierte Antworten von ihm. Er ist einer, der eher länger als kürzer antwortet. Ich freue mich drauf.Frage: Sie sind seit 2024 beim ZDF, bekommen dort stetig neue Aufgaben wie das Mittagsmagazin, die Interviews bei Bundesliga-Top-Spielen und Champions League sowie jetzt die WM. Gibt es noch Wunschträume wie das Aktuelle Sportstudio?Engels: Natürlich ist das Sportstudio unser absolutes Aushängeschild, eine Institution. Ich bin mit dem Sportstudio groß geworden. Ich war früher oft selbst im Stadion, bin nach Hause gekommen und habe mir dann noch mal schön alles im Sportstudio angeguckt. Wenn ich das irgendwann mal moderieren darf, wäre das eine Riesenehre.Das Interview wurde für das Sport-Kompetenzcenter (WELT, „Bild“, „Sport Bild“) geführt und zuerst in der „Sport Bild“ veröffentlicht.