Der Sprecher forderte die Menschen auf, sich nördlich des Sahrani-Flusses zu begeben, der etwa 40 Kilometer von der israelisch-libanesischen Grenze verläuft. Israels Armee veröffentlicht ähnliche Fluchtaufforderungen vor anstehenden Angriffen derzeit häufig, betroffen sind meist Dörfer. Nicht betroffen von der jüngsten Warnung ist eine von Christen bewohnte Gegend in der Stadt.Einwohner von Tyrus sagten der Nachrichtenagentur dpa, dass in der Stadt nach dem Fluchtaufruf Panik ausgebrochen sei. Viele Menschen seien zunächst an den Strand geflüchtet, in der Hoffnung, dort vor Angriffen sicher zu sein.
Die aktuelle Waffenruhe-Vereinbarung, die seit Mitte April gilt, erlaubt Israel Verteidigungsmaßnahmen gegen geplante, unmittelbar bevorstehende oder andauernde Angriffe, untersagt aber offensive Einsätze auf libanesischem Gebiet. Die Konfliktparteien werfen sich gegenseitig vor, gegen diese Vereinbarung zu verstoßen.Israel weitet seine Bodeneinsätze immer weiter aus, auch hinter die sogenannte »gelbe Linie«, die sechs bis zehn Kilometer entfernt von der israelischen Grenze im Südlibanon verläuft. Ein israelischer Militärvertreter sagte der dpa, dass die Armee »gezielte« Einsätze auch in Gegenden jenseits der »gelben Linie« begonnen habe. Hinter dieser Linie waren bereits zuvor israelische Bodentruppen stationiert. In dieser Zone liegen auch Dutzende libanesische Dörfer.











