Prozess gegen RAF-Beschuldigte: Klassenkämpferisches Schlusswort von Daniela Klette

Im Prozess gegen Daniela Klette hält diese ihr Schlusswort, verteidigt radikal linken Widerstand und bedauert traumatisierte Überfallene.

Die Stimmung ist gut bei Daniela Klette vor dem ersten Plädoyer der Verteidigung

Sina Schuldt/dpa

Daniela Klette hat die klassenkämpferischen Parolen noch drauf. Es brauche eine Welt ohne Imperialismus, ohne kapitalistische Zwänge, ohne koloniale und patriarchale Gewalt, trägt die 67-Jährige am Dienstag bedächtig aber bestimmt auf der Anklagebank des Landgerichts Verden vor. Und eine Welt auch ohne Knastmauern. Mauern, hinter denen Klette seit zwei Jahren sitzt. Weil die Sicherheitsbehörden in ihr eine Räuberin sehen – und eine der letzten RAF-Terroristinnen.