PfadnavigationHomeRegionalesBerlin & BrandenburgTraining für Kriegs- und Krisenfall im «Resilienzlabor»Stand: 15:36 UhrLesedauer: 2 MinutenVorstellung eines «Resilienzlabors» in Berlin zur Förderung der zivilen und militärischen Zusammenarbeit und der besseren Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung im Krisenfall. Quelle: Bernd von Jutrczenka/dpaWie kann man sich auf Stromausfall oder Naturkatastrophen vorbereiten? Eine öffentlich geförderte Einrichtung bietet interaktive Trainings für den Ernstfall – und soll in Zukunft für alle offenstehen.Sie soll die Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung im Krisenfall stärken und die Zusammenarbeit ziviler und militärischer Organisationen fördern: Eine neue, auch vom Bund unterstützte Einrichtung in Berlin widmet sich künftig dieser Aufgabe. Das «Resilienzlabor», das sich noch im Aufbau befindet, sei Sicherheitsforschung zum Anfassen für Bürgerinnen und Bürger, betonte Forschungsministerin Dorothee Bär (CSU) bei der Eröffnungsveranstaltung der Räume in einer Passage am Ostbahnhof.Das Labor sei ein Ort, an dem zivile Hilfsorganisationen und das Militär gemeinsam neue Lösungen entwickeln und erproben könnten, sagte Bär. Zudem könnten interessierte Menschen vor Ort realitätsnahe Krisenszenarien wie Krieg, Stromausfall oder Naturkatastrophe interaktiv erleben und lernen, Not- und Gefahrenlagen zu bewältigen.Krisentrainings für Organisationen, aber auch interessierte BürgerAngeboten werden sollen in dem Labor Krisentrainings für Behörden und Hilfsorganisationen, bei denen durch virtuelle und physische Szenarien Gefahrenlagen interaktiv erlebbar sind. Im Ernstfall sollen dann alle beteiligten Stellen schnell und koordiniert handeln können.Auch interessierte Menschen sollen digital auf Krisenszenarien vorbereitet werden, um zu lernen, wie Not- und Gefahrenlagen bewältigt werden können. Gestärkt werden solle besonders die Selbsthilfefähigkeit, hieß es. Bürger können Fragen zum richtigen Verhalten in Krisenszenarien beantworten, sich in einem Simulator auf einen Stromausfall vorbereiten, verschiedene Rollen in einem interaktiven Blackout-Szenario einnehmen und eine Notfallkiste mit allen wichtigen Gegenständen in zwei Minuten packen.Alle Tests und Erprobungen werden wissenschaftlich begleitet und ausgewertet. Wann der eigentliche Betrieb beginnen oder Besuchergruppen das «Resilienzlabor» besuchen können, stand zur Vorstellung noch nicht fest. Zunächst war für Besucher von Ende 2026 oder Anfang 2027 die Rede.Gemeinsames Projekt von Bund, Behörden und UniversitätenDas «Resilienzlabor» ist Kern des Projekts Innovation Hub für Sicherheit und Verteidigung «Resilia», das von der Universität der Bundeswehr, der Berliner Feuerwehr, der Freien Universität Berlin und weiteren Forschungseinrichtungen betrieben und der Bundesregierung mit Millionensummen gefördert wird.Ergänzt werden soll das stationäre «Resilienzlabor» in Berlin durch eine ähnliche mobile sowie eine digitale Einrichtung. Es gehe dabei auch um digitale Lern- und Planspiele, die «Krisenbewältigung zum lebendigen Erlebnis machen». So soll das Projekt «Menschen bundesweit dazu befähigen, im Alltag resilienter zu handeln und auf Krisen vorbereitet zu sein».Ministerin Bär, Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU), Feuerwehrchef Karsten Homrighausen und ein Bundeswehr-Vertreter betonten, dass die Bedrohung Deutschlands von außen durch Russland und von Innen durch Terroristen und Kriminelle größer geworden und die Vorbereitung auf Kriegs- und Krisenfälle dringend nötig sei. «Wir wollen vorsorgen können, damit wir uns nicht sorgen müssen», sagte Bär.dpa-infocom GmbH