Nach dem Rückzug des US-Chipkonzerns Intel hat das Land Sachsen-Anhalt das ursprünglich für die Milliardeninvestition vorgesehene Gelände an der A14 wieder übernommen. Auf dem rund 400 Hektar großen Areal zwischen Magdeburg und den angrenzenden Gemeinden soll nun ein Hightech-Park entstehen. Bis dort tatsächlich neue Industrie wächst, dürften allerdings noch Jahre vergehen.
Finanzminister Michael Richter (CDU) stellt jedoch eine klare Richtung in Aussicht: Das Gelände soll künftig Unternehmen aus den Bereichen Mikroelektronik, Künstliche Intelligenz und datengetriebene Technologien anziehen. Damit will das Land an der ursprünglichen Vision eines europäischen Halbleiterstandorts festhalten – wenn auch ohne Intel als Ankermieter.
Übernimmt ein Chip-Hersteller aus Dresden den Standort?
Ganz ohne Interessenten steht das Projekt nicht da. Nach Angaben aus der Landesregierung gibt es inzwischen mindestens drei Unternehmen, die eine Ansiedlung prüfen. Besonders im Fokus steht der Speicherchip-Hersteller FMC aus Dresden, hinter dem ein Konsortium aus internationalen Industriepartnern steht. Ob das Unternehmen tatsächlich investiert, ist jedoch noch offen. Die Finanzierung ist nicht gesichert und zugleich laufen Gespräche über mögliche Förderungen mit Bund und EU. Eine Entscheidung wird frühestens im Spätsommer erwartet.








