Wenige Tage vor der armenischen Parlamentswahl am 7. Juni ist US-Außenminister Marco Rubio am Dienstag zu einem Kurzbesuch nach Jerewan gereist und hat dort gemeinsam mit dem armenischen Außenminister Ararat Mirzojan drei Abkommen unterzeichnet: ein bilaterales Rahmenabkommen zum Verkehrsprojekt „Trump Route for International Peace and Prosperity“ (TRIPP), eine Charta über eine umfassende strategische Partnerschaft sowie eine Absichtserklärung zu kritischen Rohstoffen und Seltenen Erden. Die Unterzeichnung fand am Flughafen Zvartnots statt.

Rubio bezeichnete das TRIPP-Abkommen als „den bislang größten Schritt“ zur Realisierung der Verkehrsroute, die Armenien mit der aserbaidschanischen Exklave Nachitschewan und über die Türkei mit europäischen Märkten verbinden soll. Das Vorhaben geht auf das Friedensgipfeltreffen zwischen dem armenischen Ministerpräsidenten Nikol Paschinjan und dem aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Alijew zurück, das US-Präsident Donald Trump am 8. August 2025 im Weißen Haus ausgerichtet hatte.

„Wir legen die Grundlage für wirtschaftliche Zusammenarbeit, die es Armeniern und Amerikanern erlaubt, Wohlstand zu erlangen – und zwar gemeinsam“, sagte Rubio. Er betonte, dies geschehe „in einer Weise, die Ihre Souveränität als Nation respektiert“. Die Partnerschaft im Bereich kritischer Rohstoffe sei zentral für Technologien des 21. Jahrhunderts – ein Hinweis, der auf die Dominanz Chinas in diesem Sektor zielt.