PfadnavigationHomePolitikAuslandKrieg in der Ukraine„Lässt von niemandem eine Spur übrig“ – Russischer Politiker droht Kiew mit MassenvernichtungswaffeStand: 09:59 UhrLesedauer: 2 MinutenRussischer Parlamentschef: Wjatscheslaw WolodinQuelle: -/AP/dpaNachdem die Ukraine erfolgreich Drohnen zum Angriff auf Russland eingesetzt hat, droht nun der russische Parlamentschef mit einer weiteren Eskalation. Das Auswärtige Amt und die EU reagierten umgehend.Der Chef des russischen Parlaments, Wjatscheslaw Wolodin, hat den Einsatz von Massenvernichtungswaffen gegen die Ukraine angedroht im Fall von Angriffen gegen die Zivilbevölkerung in Russland. „Das alles kann dazu führen, dass wir die Waffe einsetzen, die von niemandem mehr eine Spur übrig lässt“, sagte Wolodin einer Pressemitteilung des Parlaments, der Staatsduma, zufolge. Er warnte davor, es so weit kommen zu lassen.Als Reaktion auf die jüngsten Angriffe Russlands und verbale Drohungen bestellten sowohl die Bundesregierung als auch die EU russische Vertreter ein. Eine Sprecherin der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas schrieb auf der Plattform X, der russische Aufruf an ausländische Staatsbürger und Diplomaten, Kiew zu verlassen, stelle „eine inakzeptable Eskalation“ dar. Ähnlich reagierte das Auswärtige Amt. Auslöser der neuen Drohung ist ein Drohnenangriff auf ein Wohnheim in Starobilsk im von Russland besetzten Gebiet Luhansk. Den Angaben der Besatzungsbehörden zufolge kamen bei der Attacke in der vergangenen Woche 21 Zivilisten ums Leben. Der Generalstab in Kiew wiederum teilte mit, der Angriff habe einer Drohneneinheit des russischen Militärs gegolten.Russland setzt Mittelstreckenrakete Oreschnik einRusslands Präsident Wladimir Putin hatte nach der Attacke Vergeltung angeordnet. Am Sonntag setzte das russische Militär dann bei einem Großangriff auf die Ukraine unter anderem auch die neue und wegen ihrer Zerstörungskraft besonders gefürchtete Mittelstreckenrakete des Typs Oreschnik ein. Insbesondere die Hauptstadt Kiew wurde dabei schwer getroffen.Weitere Schläge gegen Kiew sollen nach Angaben aus dem russischen Außenministerium folgen. Moskau führt auch hier zur Begründung Vergeltung für den Tod von Zivilisten in Starobilsk an. Der russische Außenminister Sergej Lawrow informierte über die möglichen Angriffe auch US-Außenminister Marco Rubio.In dem vor mehr als vier Jahren von Putin begonnenen Krieg gegen die Ukraine beschießt Russland dabei bisher schon systematisch das Hinterland des Nachbarn. Immer wieder werden dabei Infrastrukturobjekte und Wohnhäuser zerstört und zahlreiche Zivilisten getötet. Auch durch die ukrainischen Gegenangriffe gibt es zunehmend Opfer in der Zivilbevölkerung in Russland.dpa/kami