PfadnavigationHomePolitikAuslandNach „Drohung“ gegen AusländerBundesregierung bestellt russischen Botschafter ein – Medwedjew verspottet EUStand: 19:32 UhrLesedauer: 2 MinutenCDU‑Politiker Thomas Röwekamp sieht die jüngsten Drohungen Moskaus als erneuten Versuch, den Westen unter Druck zu setzen. Entscheidend sei jetzt, geschlossen zu reagieren und die eigene Verteidigungsfähigkeit weiter auszubauen.Nach der russischen Aufforderung an Ausländer und Diplomaten, Kiew zu verlassen, hat die EU den russischen Geschäftsträger einbestellt. Auch Berlin setzt sich diplomatisch zur Wehr. Der russische Ex-Präsident Medwedjew macht sich unterdessen über die EU lustig.Nach den russischen Drohungen gegen Auslandsvertretungen in Kiew ist der russische Botschafter Sergej Netschajew ins Auswärtige Amt einbestellt worden. Es gebe Angriffe auf Krankenhäuser, Schulen, auf deutsche TV-Studios und Aufforderungen an ausländische Botschaften, Kiew zu verlassen, schreibt das Außenministerium auf der Plattform X zur Begründung. „Russland setzt auf Drohen, Terror & Eskalation. Deshalb haben wir heute Russlands Botschafter einbestellt. Wir haben Russland heute deutlich gemacht: Wir lassen uns durch Drohungen nicht einschüchtern und werden die Ukraine weiter kraftvoll unterstützen.“Auch die EU bestellte den Geschäftsträger der russischen Botschaft in Brüssel ein. Diese russische „Drohung“ sei eine „inakzeptable Eskalation“, erklärte EU-Kommissionssprecherin Anitta Hipper am Dienstag im Onlinedienst X. Brüssel fordere Russland auf, den Beschuss von Zivilisten zu beenden und einer „vollständigen und bedingungslosen Waffenruhe“ zuzustimmen, fügte sie hinzu.Der russische Außenminister Sergej Lawrow habe US-Chefdiplomat Marco Rubio am Montag telefonisch geraten, Beschäftigte der diplomatischen US-Vertretung aus Kiew zu evakuieren, teilte das russische Außenministerium mit. Rubio sagte zunächst nicht, ob er eine Evakuierung veranlassen werde. Bei einem Besuch in Indien zeigte er sich besorgt, dass der „schreckliche“ Krieg in der Ukraine eskalieren könnte. Die EU, Frankreich und Polen kündigten aber an, der Aufforderung nicht nachzukommen.„Anscheinend hat sie Diplomaten im Überfluss“, spottet Medwedjew über die EU Auch die Leiterin der Kiewer EU-Büros, Katarina Mathernova, betonte, die EU-Vertretung werde in der ukrainischen Hauptstadt bleiben. Russland wolle mit seinen Warnungen lediglich Panik säen und die Ukraine isolieren. Der ehemalige russische Präsident Dmitri Medwedjew kommentierte die Entscheidung der EU höhnisch. „Die EU hat erklärt, dass sie ihre diplomatische Präsenz in Kiew trotz der Warnungen Russlands unverändert beibehalten werde. Nun, anscheinend hat sie Diplomaten im Überfluss und muss Personal abbauen“, postete er auf X. Das ukrainische Außenministerium hatte am Montagabend mitgeteilt, dass die Sicherheitsgefahr für Kiew und andere Städte des Landes durch Russland „genauso hoch wie in vorherigen Jahren und Monaten“ sei. Moskau beschieße Kiew seit mehr als vier Jahren kontinuierlich mit Raketen und Drohnen. Die ukrainische Regierung stehe aber bereit, um diplomatischen Vertretungen bei zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen behilflich zu sein.Lesen Sie auchIn der Nacht zum Dienstag hat Russland die Ukraine unterdessen nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe erneut beschossen. Es seien mehr als 100 Drohnen und zwei ballistische Raketen abgefeuert worden, berichtete die Luftwaffe. Russland, das 2022 einen Angriffskrieg gegen die Ukraine begann, hatte am Wochenende den größten Raketenangriff auf Kiew seit Jahren gestartet. Dieser sei eine Reaktion auf einen tödlichen ukrainischen Drohnenangriff vom Freitag, hieß es.AFP/nw
Nach „Drohung“ gegen Ausländer: Bundesregierung bestellt russischen Botschafter ein – Medwedjew verspottet EU - WELT
Nach der russischen Aufforderung an Ausländer und Diplomaten, Kiew zu verlassen, hat die EU den russischen Geschäftsträger einbestellt. Auch Berlin setzt sich diplomatisch zur Wehr. Der russische Ex-Präsident Medwedjew macht sich unterdessen über die EU lustig.












