China verschärft die Kontrolle über KI-Talente: Wer an fortgeschrittener KI arbeitet und als strategisch wichtig für das Land eingestuft wird, muss Auslandsreisen künftig von den Behörden genehmigen lassen, berichtet Bloomberg.

Zu den Betroffenen zählen demnach unter anderem Start-up-Gründer, Forscher und KI-Führungskräfte privater Firmen wie Alibaba und DeepSeek. Unklar ist laut dem Bericht bislang, wie weit die Maßnahmen innerhalb der Branche reichen, welche Positionen betroffen sind und welche weiteren Rollen noch darunterfallen könnten.

Reisebeschränkungen für Personen in strategisch wichtigen Bereichen gab es bereits früher. Neu sei, dass die Regierung nun gezielt Talente aus der KI-Branche und Angestellte von Privatfirmen ins Visier nimmt. Zwar hätten einige KI-Ingenieure aus der Privatwirtschaft schon zuvor Auslandsreisen bei den Behörden melden müssen. Eine vorherige Genehmigung sei jedoch nicht zwingend erforderlich gewesen.

KI-Wettlauf: Vom Chipzugang zur Talentkontrolle

Die Ausweitung der Reisebeschränkungen folgt auf den Streit um die KI-Firma Manus. China hatte die Übernahme des ursprünglich in China gegründeten und später nach Singapur verlegten KI-Start-ups durch Meta untersagt und die beteiligten Unternehmen aufgefordert, bereits unternommene Schritte rückgängig zu machen. Im Zuge der Prüfung durften Manus-CEO Xiao Hong und Chefforscher Ji Yichao das Land nicht verlassen.