Bemalte Gartenzwerge mit den Namen von Sir David Beckham und König Charles bei der Chelsea Flower Show: Gnomen es omen

Chinesische Orchideen blühen, König Charles bewundert mit David Beckham eine weiße Strauchrose, die nach dem Fußballstar benannt wird, außerdem wirft der König einen Blick auf Goldrute, Maulbeere und Rhabarber. Er bekommt eine exklusive Führung über die Chelsea Flower Show , eine Mischung aus Profi-Gartenmesse und englischem Volksfest, ein buntes Erlebnis. Dann beginnt das, was die BBC einen »Fiebertraum« nennt.

»Dem König wurde eine Reihe von Zwergen – darunter einer, der ihm selbst ähnelte – in einem Häuschen gezeigt, das seinem eigenen Anwesen Highgrove in Gloucestershire nachempfunden war«, berichtet der britische Sender. Plötzlich sind sie da: die Gartenzwerge, eine der deutschesten Marotten. Ist das jetzt das Ende der britischen Gartenkultur? Und, viel wichtiger: Ist Deutschland jetzt wieder wer?Seit 1913 gibt es die Chelsea Flower Show, 14 Jahre später wurde offiziell ein Verbot von Gartenzwergen erlassen, die Regeln der Veranstaltung besagten: »In den Zelten dürfen weder Skulpturen noch sonstige Gegenstände ausgestellt werden, weder allein noch als Teil einer Ausstellung.« Das Verbot sei später auf alle Gärten der Flower Show ausgeweitet worden, heißt es von der Königlichen Gartenbaugesellschaft RHS, Gartenzwerge seien ausdrücklich erwähnt worden. Der ungeheuerliche Verdacht: Hielt sie etwa jemand für geschmacklos?