Der Supreme Court des US-Bundesstaates New York muss sich mit einer ungewöhnlichen Klage beschäftigen: Per gerichtlicher Anordnung wollen drei Kläger sich das Eigentumsrecht an 39.069 ruhenden Bitcoin-Adressen sichern, wie unter anderem Cointelegraph berichtet.Anzeige
Die Klage, eingereicht am 1. Mai 2026 durch die Brooklyner Kanzlei Lewis & Lin LLC, stützt sich auf das New Yorker Fundsachenrecht. Kläger sind ein gewisser „Noah Doe“ sowie zwei ebenfalls anonymisiert in Wyoming ansässige Firmen. Sie machen geltend, dass es sich bei den Coins auf den entsprechenden Wallets um rechtlich herrenloses Eigentum handelt, das sie gefunden und der New Yorker Polizei gemeldet haben.
Die 901-seitige Klage listet insgesamt 39.069 Bitcoin-Wallet-Adressen auf, darunter die Wallet-Adresse „12c6D“, die mit dem Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto in Verbindung gebracht wird, und die Adresse „1Feex“, die mit dem Hacker der Mt. Gox-Börse verbunden sein soll.Anzeige
So wurden die Wallets gefunden
Nach eigenen Angaben entwickelten die Kläger einen Algorithmus, um verlassene Krypto-Wallets zu identifizieren. In drei Tranchen im Dezember 2024 sowie im März und April 2025 stießen sie damit angeblich auf insgesamt rund 42.000 selbstverwahrte Wallets, die seit mindestens fünf Jahren keinerlei Aktivität gezeigt hatten, auch nicht in Phasen erheblicher Kursanstiege. Die zugehörigen Adressen übergaben die Kläger schließlich auf USB-Sticks der New Yorker Polizei und ließen sich den Vorgang quittieren, um die Voraussetzungen des New Yorker Fundsachenrechts zu erfüllen.






