Trotz kurzfristiger Terminverschiebung sind rund 5.000 Besucher zum 19. „Russentreffen" am Sachsenring gekommen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen Zugwettbewerbe mit Traktoren aus sowjetischer und belarussischer Produktion.

Auf der Goldbachwiese zwischen Hohenstein-Ernstthal und Oberlungwitz versammelten sich am Wochenende nach Angaben des Veranstalters Thomas Werner rund 5.000 Besucher und 350 Traktoren. Die Veranstaltung war ursprünglich für das Wochenende vom 15. bis 17. Mai geplant gewesen, musste aber wegen durchnässter Felder auf das Pfingstwochenende verschoben werden. „Der Kampfacker steht unter Wasser“, hatten die Organisatoren zuvor auf ihrer Internetseite mitgeteilt.

Werner zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf. „Der Wettergott hat das mehr als ausgeglichen“, sagte er mit Blick auf die nun guten Bedingungen für die Zugwettbewerbe, in der Szene Traktorpulling genannt. Im Vorjahr waren nach Angaben der Freien Presse rund 7000 Besucher und 500 Teilnehmer gezählt worden.

Belarus-Traktoren stehen im Mittelpunkt

Zu den Teilnehmern zählte Felix Werner aus Ehrenfriedersdorf, der mit seinem Belarus MTS 50 aus dem Baujahr 1975 anreiste. Für die Strecke benötigte er nach eigenen Angaben rund anderthalb Stunden pro Richtung, da der Traktor nur 25 Kilometer pro Stunde fahre. Der Kleintraktor mit 50 PS stammt aus den Minsker Traktorenwerken, die zur Bauzeit zur Sowjetunion gehörten – daher der Spitzname „Russe“. „Man kann vieles selbst bauen. Ersatzteile gibt es noch“, sagte Werner.