PfadnavigationHomePanoramaTragödie in BelgienZug rast an Bahnübergang in Schulbus – zwei Kinder, Fahrer und Begleiter sterbenStand: 12:07 UhrLesedauer: 2 MinutenDer Schulbus wurde auf die Seite geschleudertQuelle: AP Photo/Koen BatenEin Kleinbus, der als Schulbus diente, ist in Belgien an einem Bahnübergang von einem Zug gerammt worden. Mehrere Personen sterben. Aktuell läuft der Rettungseinsatz.Beim Zusammenstoß zwischen einem Schulbus und einem Zug in Belgien sind mehrere Menschen ums Leben gekommen. Demnach wurde ein Kleinbus, der als Schulbus diente, an einem Bahnübergang von einem Zug erfasst. Verkehrsminister Jean-Luc Crucke sagte dem belgischen Sender RTL, vier Menschen seien ums Leben gekommen. Unter den Toten seien zwei Kinder, der Fahrer des Schulbusses und ein weiterer Erwachsener. Zwei weitere Menschen seien schwer verletzt worden. „Das ist tragisch“, wurde der Minister zitiert. Insgesamt sollen sich in dem Fahrzeug sieben Kinder befunden haben. Der Unfall ereignete sich am Dienstag gegen 8.15 Uhr an einem Bahnübergang in der ostflämischen Gemeinde Buggenhout. Wie das Unglück passieren konnte, ist noch nicht geklärt. Nach Angaben des belgischen Schienennetzbetreibers Infrabel waren die Sicherungsanlagen zum Zeitpunkt des Unglücks aktiv. „Die Schranken waren unten und die Lichter standen auf Rot“, erklärte das Unternehmen der Zeitung „de Standaard“.Der Zug aus Brügge näherte sich dem Bahnhof Buggenhout und hatte bereits begonnen abzubremsen, da der Bahnhof nur etwa einen Kilometer entfernt lag. Dennoch sei der Aufprall „extrem heftig“ gewesen, erklärte Infrabel-Sprecher Frédéric Sacré. Der Lokführer habe noch versucht, eine Notbremsung einzuleiten, dies sei jedoch zu spät gewesen.Der Schulbus wurde durch die Kollision auf die Seite geschleudert und kam auf der Fahrbahn zum Stillstand. Die Rettungskräfte rückten mit einem Großaufgebot an. Die Verletzten wurden in verschiedene Krankenhäuser gebracht. Eine Person musste laut Bürgermeister Geert Hermans noch am Unfallort reanimiert werden.Die Gemeinde rief den Katastrophenfall aus. Bürgermeister Hermans sprach von einem „Drama“. „Ich bin völlig erschüttert. Ein Schulbus wurde von einem Zug erfasst. Wie das passieren konnte, ist noch nicht klar“, sagte er. Auch nach seinen Angaben fuhr der Kleinbus trotz geschlossener Schranken und aktiver Warnlichter auf die Gleise.Im Zug selbst wurde niemand verletzt. Nach Angaben der belgischen Bahn NMBS befanden sich rund 100 Fahrgäste an Bord. Sie wurden evakuiert und in Sicherheit gebracht. Ein Reisender erlitt jedoch einen Schock. Der Zugverkehr zwischen Dendermonde und Londerzeel wurde unterbrochen, Ersatzbusse wurden eingesetzt.Meine Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen. Den Verletzten wünsche ich viel Kraft“, erklärte der belgische Innenminister Bernard Quintin auf X.„Was ein schöner Frühlingsmorgen hätte werden können, verwandelte sich plötzlich in einen pechschwarzen Tag“, erklärte der Abgeordnete der Provinz Ostflandern, Kurt Moens (N-VA), bei VRT NWS. Er ist verantwortlich für die Provinzschule, die die Kinder besuchten. Es soll sich um eine eine Schule für Sonderpädagogik handeln.Dieser Text wird fortlaufend aktualisiert.kami mit AFP