Die Europäische Union (EU) will offenbar zeitnah eine Rekordstrafe in hoher dreistelliger Millionenhöhe gegen die Alphabet-Tochter Google verhängen. Das »Handelsblatt « berichtete unter Berufung auf Kreise der EU-Kommission, das Verfahren wegen eines Verstoßes gegen das Gesetz über digitale Märkte stehe kurz vor dem Abschluss.
Dem Bericht zufolge droht dem Unternehmen die höchste Strafe, die die EU wegen eines Verstoßes gegen den Digital Markets Act (DMA) bisher verhängt hat. Die Entscheidung solle vor der Sommerpause offiziell verkündet werden. Das letzte Wort habe Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.Google: Suchfunktion bereits geändertGoogle wäre allerdings nicht das erste Unternehmen, den der DMA hart treffen würde. 2025 war die EU-Kommission mit Strafen in Höhe von insgesamt rund 700 Millionen Euro gegen Apple und Meta vorgegangen. Die Kommission führt sie genauso wie Google als sogenannte Gatekeeper, sie müssen die Anforderungen des DMA erfüllen. Dieser soll die Marktmacht der Techkonzerne begrenzen.
Zum aktuellen Fall von Google erklärte die EU-Kommission: Lediglich eine Strafe zu verhängen, löse nicht das Problem für Unternehmen und Bürger. Deswegen würden Gespräche mit Google über eine Einhaltung der Vorschriften geführt. Die Kommission nehme die Durchsetzung des DMA sehr ernst und werde nicht zögern, so bald wie möglich die nächsten Schritte einzuleiten.Da der DMA besonders viele US-Unternehmen betrifft, sorgt die Anwendung regelmäßig für politische Spannungen mit Washington. Vizepräsident J.D. Vance hatte in der Vergangenheit wegen EU-Regeln gegen Techkonzerne gar mit einem Austritt der USA aus der Nato gedroht. Wie die US-Regierung nun reagiert, ist offen.














