Mehr als 300 militärische Bauvorhaben sind bis 2029 im Nordosten nach Angaben des Verteidigungsministeriums vorgesehen. Und mittlerweile ist kaum ein großes Rüstungsunternehmen in der Region nicht vertreten.

Während die Bundesregierung auf Verteidigungsfähigkeit und Kriegstüchtigkeit setzt, wächst zugleich die Debatte über Mecklenburg-Vorpommerns Rolle zwischen Aufrüstung und dem Ruf nach Frieden.

Friedensbündnis warnt vor Militarisierung

Für das Friedensbündnis Norddeutschland und den Neubrandenburger Ableger um Roswitha Clüwer gibt es hier nur eine Richtung: weniger statt mehr militärischer Stärke. „Wir lehnen die Aufrüstung entschieden ab. Das bringt keinen Wohlstand, sondern Sozial- und Demokratieabbau“, sagt sie im Gespräch mit der OAZ.

Die Ablehnung kommt nicht ganz überraschend. Denn die Menschen, die sich in den losen Friedensbündnissen von Bremen bis Vorpommern engagieren, vereint eines: der tiefe Wunsch nach Frieden.