Regisseure wie Christopher Nolan und Woody Allen gelten als Genies. Aber auf ein »Nein« reagieren sie ungefähr so entspannt wie mittelalterliche Könige auf Hochverrat. Das legt zumindest ein Interview von Nicolas Cage nahe.Der Schauspieler, der in seiner Karriere so ziemlich alles gespielt hat – Alkoholiker, Actionhelden, Engel, Waffenhändler und Vampire –, spricht in der »New York Times« über die seltsame Halbwertszeit von Absagen in Hollywood. Manche Regisseure erinnern sich demnach an die Zurückweisung eines Schauspielers wohl ähnlich lang wie Film-Mafiosi an alte Blutschulden.
»Die meisten von ihnen sind dann gekränkt und rufen einen nie wieder an«, sagt Cage. »Das ist mir schon unzählige Male passiert. Das war bei Christopher Nolan so, das war bei Woody Allen so, und das war bei Paul Thomas Anderson so. Sie rufen mich nicht mehr an.«Gleichzeitig Witzfigur und KultfigurChristopher Nolan etwa habe ihn für »Insomnia« gewollt. Der Thriller von 2002, ein düsteres Remake des gleichnamigen norwegischen Films, ist bis heute ein Sonderfall in Nolans Werk: das einzige Mal, dass er nicht sein eigenes Drehbuch schrieb. Für welche der beiden Hauptrollen Nolan ihn vorgesehen hatte, verrät Cage nicht. Die eine ging an Al Pacino, die andere an Robin Williams.










