PfadnavigationHomePolitikAuslandUkraine-KriegZahl der Verletzten in Kiew steigt nach russischem Angriff deutlichStand: 11:30 UhrLesedauer: 2 MinutenNach dem verheerenden russischen Angriff auf Kiew mit Gleitbomben und Drohnen hat die Ukraine eine Dringlichkeitssitzung im UN-Sicherheitsrat beantragt. „Die Nacht war wirklich auch für all das, was man schon kennt aus diesem Krieg, fast einmalig“, so WELT-Reporter Ibrahim Naber.Einen Tag nach dem russischen Angriff auf Kiew meldet die Ukraine 87 Verletzte und zwei Tote. Erstmals soll Russland auch historische Architektur gezielt getroffen haben. Auch am Montag setzen Russland und die Ukraine ihre Angriffe fort.Nach dem massiven russischen Angriff in der Nacht zu Sonntag steigt die Zahl der Verletzten in der ukrainischen Hauptstadt Kiew weiter. Es seien 87 Menschen verletzt worden, darunter drei Minderjährige, schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in sozialen Medien. In Krankenhäuser seien 21 Personen gebracht worden.Die Aufräumarbeiten dauern demnach an. Er sprach von rund 300 beschädigten Objekten, ein Großteil davon seien Wohnhäuser. Selenskyj forderte Druck auf Russland. In der Ukraine müsse die Flugabwehr verstärkt werden.Lesen Sie auchRussland hatte nach Angaben der ukrainischen Luftstreitkräfte bei dem kombinierten Angriff 600 Drohnen und 90 Raketen und Marschflugkörper eingesetzt. Das Verteidigungsministerium in Moskau bestätigte den Einsatz der wegen ihrer Zerstörungskraft besonders gefürchteten neuen Mittelstreckenrakete vom Typ Oreschnik. Neben Dutzenden Verletzten gab es nach ukrainischen Angaben auch mindestens zwei Tote in Kiew.Militärverwalter Tymur Tkatschenko sprach gemessen an der Zahl der beschädigten Orte vom größten Angriff Russlands seit Beginn der großangelegten Invasion. Russland habe erstmals gezielt historische Architektur und Gedenkstätten angegriffen, schrieb er bei Telegram. Beispielhaft nannte er unter anderem das Gebäude des Außenministeriums, das Tschernobyl-Museum und das Kunstmuseum.Russland und Ukraine überziehen sich auch am Montag mit Angriffen Unterdessen sind bei ukrainischen Angriffen in den russischen Grenzregionen Belgorod und Brjansk nach Behördenangaben am Montag zwei Menschen getötet worden. In Belgorod wurde ein Fahrzeug in der Stadt Graiworon von einer Drohne getroffen, wie die Regionalbehörden mitteilten. Ein Zivilist sei dabei getötet worden. Zudem sei die Energieinfrastruktur beschädigt worden, was zu Strom- und Wasserausfällen in der Stadt geführt habe. In Brjansk wurde bei einem ukrainischen Angriff in der Ortschaft Belaja Berjoska nach Angaben des amtierenden Gouverneurs Jegor Kowaltschuk ein Mann getötet.Im russisch kontrollierten Horliwka im Osten der Ukraine wurden dem russischen Staatsfernsehen zufolge fünf Menschen bei Drohnenangriffen verletzt. Aus der südukrainischen Region Cherson meldeten die dortigen Behörden zwei Tote und 16 Verletzte bei russischen Angriffen, die am Sonntag begonnen hatten. In Saporischschja im Südosten der Ukraine wurden den dortigen Behörden zufolge zudem drei Menschen verletzt.dpa/nw
Ukraine-Krieg: Zahl der Verletzten in Kiew steigt nach russischem Angriff deutlich - WELT
Einen Tag nach dem russischen Angriff auf Kiew meldet die Ukraine 87 Verletzte und zwei Tote. Erstmals soll Russland auch historische Architektur gezielt getroffen haben. Auch am Montag setzen Russland und die Ukraine ihre Angriffe fort.











