Berlin (dpa) - Meistertitel 2025, Double 2026 - Triple 2027? Vincent Kompany freute sich im Münchner Pokalrausch nach fast zwei Jahren im Dauer-Power-Modus auf einen extralangen Urlaub. Der Bayern-Trainer nahm in der Berliner Partynacht nach dem 3:0 gegen den entthronten Titelverteidiger VfB Stuttgart aber auch schon die nächste Entwicklungsstufe seines Starensembles um King Harry Kane ins Visier.„Fußball ist immer ein Thema, auch im Urlaub“, sagte Kompany: „Ich werde mir auch Gedanken machen in der Zeit, was in den nächsten zwölf oder 24 Monaten passieren muss, damit die Mannschaft den nächsten Schritt macht.“ Und den wird der Belgier gemeinsam mit Max Eberl anpacken - sofern der Aufsichtsrat um Uli Hoeneß seine „Zweifel“ am Sportvorstand verwerfen sollte. Eberls Vertrag endet Mitte 2027, eine Verlängerung hat Hoeneß hinterfragt. Meister-Trainer 2025, Double-Coach 2026: Vincent Kompany feiert mit dem DFB-Pokal. Tom Weller/dpaDer nächste sportliche Schritt - ob mit oder ohne Eberl - das kann beim nationalen Dominator nur der Triumph in der Champions League sein, den die Halbfinal-Bayern schon im zweiten Kompany-Jahr knapp vor Augen hatten. Fantastische Saison - aber „das ganz große Ding war möglich“„Ich glaube, diese Saison hatten eigentlich alle das Gefühl, dass das ganz große Ding möglich war“, sagte Nationalspieler Leon Goretzka, dessen Bayern-Zeit im Olympiastadion nach acht Jahren mit dem Pokalsieg grandios endete. Plattform XDie SZ-Redaktion hat diesen Artikel mit einem Inhalt von Plattform X angereichertUm Ihre Daten zu schützen, wurde er nicht ohne Ihre Zustimmung geladen.Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von Plattform X angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an den Betreiber des Portals zur Nutzungsanalyse übermittelt. Mehr Informationen und eine Widerrufsmöglichkeit finden Sie unter sz.de/datenschutz.Der 21. Triumph im 25. Cup-Finale beschloss eine Bayern-Spielzeit, der bei der Note eins lediglich das Königsklassen-Sternchen fehlte. Ausgelassen gefeiert wurde aber auch das 14. Double der Vereinsgeschichte. Final-Matchwinner Kane ließ sich nach seinem Hattrick den Schampus von Teamkollege Goretzka aus dem riesigen DFB-Pokal in den weit geöffneten Mund schütten.Alle schwärmten vom famosen Engländer, „dem besten Transfer, den wir je gemacht haben“, wie Ehrenpräsident Hoeneß über den 100-Millionen-Euro-Stürmer sagte. Und der die fast eine Stunde wehrhaften Stuttgarter nahezu im Alleingang besiegte. Kopfball, Flachschuss, Elfmeter - Kane überstrahlte alles.„Die beste Saison meiner Karriere“Der Torjäger sprach nach seinem ersten Berliner Finalerlebnis von „einer der schönsten Nächte in meiner Karriere“. Im Ü30-Alter krönt er sich bei Bayern doch noch zu einem Fußballer, der Titel und sogar Endspiele gewinnen kann. Die Superlative gehen beim Vorarbeiter und Vorzeigeprofi aus. Kane selbst fand noch einen. „Persönlich war es die beste Saison meiner Karriere“, sagte er nach 61 Toren in 51 Pflichtspielen. Kompany rühmte Kanes „totale Hingabe für die Mannschaft“, für ihn ist er viel mehr als ein Torjäger. „Natürlich hat Harry drei Tore gemacht. Aber sein Spiel ist so komplett. Er ist ein absoluter Führungsspieler. Er hat gezeigt, was für ein überragender Spieler er ist.“Hattrick-Schütze Harry Kane jubelt nach seinem Elfmeter zum 3:0-Endstand mit Joshua Kimmich. Michael Kappeler/dpaAuch beim vierten Bayern-Sieg der Saison gegen Stuttgart wurde Kane zum personifizierten VfB-Alptraum. Acht von 14 Bayern-Toren gegen die Schwaben gehen auf sein Konto. In jedem Duell traf der nicht zu stoppende Angreifer.VfB-Coach Hoeneß: Kaum zu glauben, was Kane leistet„Das Gesamtpaket ist einfach nur Weltklasse, absolute Weltspitze“, sagte selbst VfB-Trainer Sebastian Hoeneß: „Er hat leider wieder einen seiner Tage gegen uns gehabt. Es ist kaum zu glauben, was er leistet.“ In drei Bayern-Jahren ist Kane dreimal Bundesliga-Torschützenkönig geworden. Noch ein Jahr läuft sein Vertrag, der möglichst bald verlängert werden soll. Kane ist dazu bereit: „Wir haben ein fantastisches Team, eines der besten, wenn nicht das Beste in Europa im Moment. Top! Top!“ Hoeneß erklärte den aktuell besten Neuner der Welt für unverkäuflich. „Der FC Bayern ist ein Käuferverein, kein Verkäuferverein“, posaunte der Bayern-Patron. Sportvorstand Eberl hat im Sommer also eine große Personalie zu regeln, die auch wieder teuer werden dürfte. Jener Eberl, der auch einen gewichtigen Anteil am Double-Gewinn hat, der aber im Aufsichtsrat kritisch beäugt wird. Hoeneß' wuchtiger „Zweifel“-Satz zu EberlIm „Spiegel“-Interview, das ausgerechnet am Tag des Endspiels erschien, sprach Hoeneß von einer Tendenz „60 zu 40 für eine Verlängerung“ mit dem 52-Jährigen. Neben Lob für Eberl äußerte Hoeneß aber vor allem auch diesen wuchtigen Satz: „Da sind noch Zweifel.“ Gemeinsam im Olympiastadion auf der Tribüne: Uli Hoeneß (M) und Max Eberl (r). Michael Kappeler/dpaEberl reagierte auf die Nebengeräusche am Finaltag ziemlich irritiert. „Das Fell ist dick geworden“, sagte er zwar nach bald zweieinhalb Manager-Jahren in München. Hinschmeißen will er nicht. „Ich mache meine Arbeit mit sehr, sehr viel Herzblut und sehr, sehr viel Freude. Und wenn man mich lässt, dann bin ich auch bereit, sie weiterzumachen“, sagte Eberl standhaft.Er hat den in Berlin von den Bayern-Fans lautstark gefeierten und besungenen Trainer Kompany geholt. In seine Amtszeit fällt auch die Verpflichtung der Flügel-Asse Michael Olise und Luis Díaz, ebenso die von Nationalverteidiger Jonathan Tah. Aber die alten Granden um Hoeneß oder Ex-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge blicken auch kritisch auf die exorbitanten Stargehälter.Um Herzen zu erobern, wie das in dieser Saison mit dem Torrekord in der Liga, zwei Titeln und großen Königsklassen-Abenden gelungen sei, „gibt es einen Preis“, erklärte Eberl. King Kane sagte auch noch etwas: „Max ist großartig!“© dpa-infocom, dpa:260525-930-126445/1
Kompanys Triplepläne mit King Kane und Eberls „dickes Fell“
Berlin (dpa) - Meistertitel 2025, Double 2026 - Triple 2027? Vincent Kompany freute sich im Münchner Pokalrausch nach fast zwei Jahren im Dauer-Power-Modus auf einen extralangen Urlaub. Der Bayern-Trainer nahm in der Berliner Partynacht nach dem 3:0 gegen den entthronten Titelverteidiger VfB Stuttgart aber auch schon die nächste Entwicklungsstufe seines Starensembles um King Harry Kane ins Visier.„Fußball ist immer ein Thema, auch im Urlaub“, sagte Kompany: „Ich werde mir auch Gedanken machen in der Zeit, was in den nächsten zwölf oder 24 Monaten passieren muss, damit die Mannschaft den nächsten Schritt macht.“ Und den wird der Belgier gemeinsam mit Max Eberl anpacken - sofern der Aufsichtsrat um Uli Hoeneß seine „Zweifel“ am Sportvorstand verwerfen sollte. Eberls Vertrag endet Mitte 2027, eine Verlängerung hat Hoeneß hinterfragt. Meister-Trainer 2025, Double-Coach 2026: Vincent Kompany feiert mit dem DFB-Pokal. Tom Weller/dpaDer nächste sportliche Schritt - ob mit oder ohne Eberl - das kann beim nationalen Dominator nur der Triumph in der Champions League sein, den die Halbfinal-Bayern schon im zweiten Kompany-Jahr knapp vor Augen hatten. Fantastische Saison - aber „das ganz große Ding war möglich“„Ich glaube, diese Saison hatten eigentlich alle das Gefühl, dass das ganz große Ding möglich war“, sagte Nationalspieler Leon Goretzka, dessen Bayern-Zeit im Olympiastadion nach acht Jahren mit dem Pokalsieg grandios endete. Plattform XDie SZ-Redaktion hat diesen Artikel mit einem Inhalt von Plattform X angereichertUm Ihre Daten zu schützen, wurde er nicht ohne Ihre Zustimmung geladen.Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von Plattform X angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an den Betreiber des Portals zur Nutzungsanalyse übermittelt. Mehr Informationen und eine Widerrufsmöglichkeit finden Sie unter sz.de/datenschutz.Der 21. Triumph im 25. Cup-Finale beschloss eine Bayern-Spielzeit, der bei der Note eins lediglich das Königsklassen-Sternchen fehlte. Ausgelassen gefeiert wurde aber auch das 14. Double der Vereinsgeschichte. Final-Matchwinner Kane ließ sich nach seinem Hattrick den Schampus von Teamkollege Goretzka aus dem riesigen DFB-Pokal in den weit geöffneten Mund schütten.Alle schwärmten vom famosen Engländer, „dem besten Transfer, den wir je gemacht haben“, wie Ehrenpräsident Hoeneß über den 100-Millionen-Euro-Stürmer sagte. Und der die fast eine Stunde wehrhaften Stuttgarter nahezu im Alleingang besiegte. Kopfball, Flachschuss, Elfmeter - Kane überstrahlte alles.„Die beste Saison meiner Karriere“Der Torjäger sprach nach seinem ersten Berliner Finalerlebnis von „einer der schönsten Nächte in meiner Karriere“. Im Ü30-Alter krönt er sich bei Bayern doch noch zu einem Fußballer, der Titel und sogar Endspiele gewinnen kann. Die Superlative gehen beim Vorarbeiter und Vorzeigeprofi aus. Kane selbst fand noch einen. „Persönlich war es die beste Saison meiner Karriere“, sagte er nach 61 Toren in 51 Pflichtspielen. Kompany rühmte Kanes „totale Hingabe für die Mannschaft“, für ihn ist er viel mehr als ein Torjäger. „Natürlich hat Harry drei Tore gemacht. Aber sein Spiel ist so komplett. Er ist ein absoluter Führungsspieler. Er hat gezeigt, was für ein überragender Spieler er ist.“Hattrick-Schütze Harry Kane jubelt nach seinem Elfmeter zum 3:0-Endstand mit Joshua Kimmich. Michael Kappeler/dpaAuch beim vierten Bayern-Sieg der Saison gegen Stuttgart wurde Kane zum personifizierten VfB-Alptraum. Acht von 14 Bayern-Toren gegen die Schwaben gehen auf sein Konto. In jedem Duell traf der nicht zu stoppende Angreifer.VfB-Coach Hoeneß: Kaum zu glauben, was Kane leistet„Das Gesamtpaket ist einfach nur Weltklasse, absolute Weltspitze“, sagte selbst VfB-Trainer Sebastian Hoeneß: „Er hat leider wieder einen seiner Tage gegen uns gehabt. Es ist kaum zu glauben, was er leistet.“ In drei Bayern-Jahren ist Kane dreimal Bundesliga-Torschützenkönig geworden. Noch ein Jahr läuft sein Vertrag, der möglichst bald verlängert werden soll. Kane ist dazu bereit: „Wir haben ein fantastisches Team, eines der besten, wenn nicht das Beste in Europa im Moment. Top! Top!“ Hoeneß erklärte den aktuell besten Neuner der Welt für unverkäuflich. „Der FC Bayern ist ein Käuferverein, kein Verkäuferverein“, posaunte der Bayern-Patron. Sportvorstand Eberl hat im Sommer also eine große Personalie zu regeln, die auch wieder teuer werden dürfte. Jener Eberl, der auch einen gewichtigen Anteil am Double-Gewinn hat, der aber im Aufsichtsrat kritisch beäugt wird. Hoeneß' wuchtiger „Zweifel“-Satz zu EberlIm „Spiegel“-Interview, das ausgerechnet am Tag des Endspiels erschien, sprach Hoeneß von einer Tendenz „60 zu 40 für eine Verlängerung“ mit dem 52-Jährigen. Neben Lob für Eberl äußerte Hoeneß aber vor allem auch diesen wuchtigen Satz: „Da sind noch Zweifel.“ Gemeinsam im Olympiastadion auf der Tribüne: Uli Hoeneß (M) und Max Eberl (r). Michael Kappeler/dpaEberl reagierte auf die Nebengeräusche am Finaltag ziemlich irritiert. „Das Fell ist dick geworden“, sagte er zwar nach bald zweieinhalb Manager-Jahren in München. Hinschmeißen will er nicht. „Ich mache meine Arbeit mit sehr, sehr viel Herzblut und sehr, sehr viel Freude. Und wenn man mich lässt, dann bin ich auch bereit, sie weiterzumachen“, sagte Eberl standhaft.Er hat den in Berlin von den Bayern-Fans lautstark gefeierten und besungenen Trainer Kompany geholt. In seine Amtszeit fällt auch die Verpflichtung der Flügel-Asse Michael Olise und Luis Díaz, ebenso die von Nationalverteidiger Jonathan Tah. Aber die alten Granden um Hoeneß oder Ex-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge blicken auch kritisch auf die exorbitanten Stargehälter.Um Herzen zu erobern, wie das in dieser Saison mit dem Torrekord in der Liga, zwei Titeln und großen Königsklassen-Abenden gelungen sei, „gibt es einen Preis“, erklärte Eberl. King Kane sagte auch noch etwas: „Max ist großartig!“© dpa-infocom, dpa:260525-930-126445/1













