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Auf Frust und Unzufriedenheit reagierte die Politik in den vergangenen Jahrzehnten oft mit: Geld. Milliarden flossen für Schulen, Straßen oder Schwimmbäder, kurz für Daseinsvorsorge. Vor Ort wird das jedoch oft gänzlich anders wahrgenommen, wie aus einer umfassenden empirischen Studie zu »Geographien der Unzufriedenheit« von unter anderem Matthias Diermeier, Konrad Doliesen und Melinda Fremerey vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln hervorgeht, die dem SPIEGEL vorab vorliegt.
In ihrem Gutachten nähern sich die drei Forscher zunächst der Versorgungslage in den deutschlandweit insgesamt 10.941 Gemeinden vor Ort an. Hierzu haben sie 17 Einzelindikatoren aus den Bereichen Digitales, Gesundheit, Mobilität, Freizeit und Bildung untersucht – und daraus einen Index gebildet, der sich auch in die einzelnen Bereiche untergliedern lässt. Zu den Indikatoren zählen unter anderem die Anzahl an Schulen, Apotheken, Pflegeeinrichtungen, aber auch die Qualität der Brücken, Nähe zu Flughäfen und Nahverkehr oder das Bestehen von Museen und die Verfügbarkeit von Breitbandinternet. Finanziert wurde die Untersuchung vom Zigarettenkonzern Philip Morris.













