Bei hochsommerlichen Temperaturen von knapp 30 Grad und purem Sonnenschein haben am Sonntag rund 770.000 Menschen den Karneval der Kulturen in Berlin gefeiert. Nach Angaben der Veranstalter zog der farbenfrohe Festumzug reibungslos und in ausgesprochen guter Stimmung durch die Hauptstadt. Die Berliner Polizei war mit rund 1.500 Einsatzkräften vor Ort, um die Großveranstaltung abzusichern.

An der Parade beteiligten sich etwa 70 Gruppen mit insgesamt rund 4.000 Musikerinnen, Musikern, Tänzerinnen und Tänzern. Angeführt wurde der Zug in diesem Jahr von der Gruppe „Sapucaiu no Samba“, die mit brasilianischen Beats auftrat, in grün-braunen Kostümen einen Mangrovenwald darstellte und eine Botschaft zur Überwindung sozialer Ungleichheit übermittelte. Ihr folgte die Gruppe „Org. por Bolivia“, die traditionell bolivianisch gekleidet war.

Jubiläumsumzug auf neuer Route

Der Karneval der Kulturen feiert in diesem Jahr sein 30. Jubiläum, auch wenn das Fest aufgrund der Coronapandemie in der Vergangenheit mehrfach ausgesetzt werden musste. Die Route des Umzugs führte wie bereits im Vorjahr durch die breiteren Straßen in Friedrichshain. In den Jahrzehnten zuvor hatte die Parade traditionell im benachbarten Stadtteil Kreuzberg stattgefunden.