Die Sonne brennt heiß über der traditionellen Rennbahn in bei Berlin. Es herrscht ein großer Besucheransturm, der süße Geruch von Vorfreude und Eleganz liegt in der Luft. Wer Hoppegarten betritt, lässt den grauen Asphalt Berlins hinter sich. Es ist, wie eine Besucherin treffend beschreibt, ein „Ausflug in eine andere Welt“.Herzstück dieses Pfingstsonntages in Hoppegarten ist der jährliche Hutwettbewerb. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer geben sich immense Mühe. Es gibt verschiedene Kategorien: Von der „Besten Gruppe“ bis hin zum spektakulärsten „Gesamtoutfit“. Eine Teilnehmerin, die im Vorjahr mit Federn und Pailletten den ersten Platz belegte, genießt es einfach, sich wieder „hübsch machen“ zu können, auch wenn sie in diesem Jahr auf einen dezenteren Hut setzt.
Die stolze Züchterin von Gua Lipa.
© Markus Wächter/Berliner Zeitung
Sieger-Stute von Hoppegarten hat „ein großes Herz“
Doch die wahre Dramatik spielt sich auf dem Geläuf ab. Das Diana-Trial 2026 (Gruppe 3) zieht alle Blicke auf sich. Als die Programmnummer 5 als Erste über die Ziellinie galoppiert, gibt es kein Halten mehr. Für die Züchterin Nicole Safarowski ist dieser Sieg „unbeschreiblich“. Die Geschichte hinter dem Sieg der Stute Gua Lipa rührt viele Zuschauer: Das Fohlen kam zu früh auf die Welt, war anfangs viel zu klein und kämpfte später gegen eine Infektion. „Sie hat ein großes Herz und Kampfgeist“, sagt Nicole sichtlich bewegt.Der Moment des Triumphs war filmreif: Nicole Safarowski rannte über die Rennbahn Trainer Andreas Suborics entgegen – und das auf hohen Absätzen. „Es hatte so ein bisschen was von Hollywood“, lacht der Moderator angesichts dieser emotionalen Eruption. Hoppegarten verbindet. Da sind die jungen Besucherinnen wie Vivian und Stine, beide 18 Jahre alt, die schon hierherkommen, seit sie klein sind. Für sie ist der Renntag eine Tradition, die sie mit ihren eigenen Reitpferden zu Hause verbindet, auch wenn diese keine Galopprenner sind.









