Oldtimer in einer Garage: Leidenschaftliche Sammler haben oft schnell keinen Platz mehr, um ihre Wagen unterzustellen

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Wenn es der Sinn des Lebens wäre, sein Vermögen langfristig mit möglichst wenig Risiko zu optimieren, dann hat Matthias* jede Menge Fehler gemacht. Aber darum geht es zum Glück ja nicht. Und so ist Matthias immer wieder erstaunliche Risiken eingegangen, um Freude an seiner Arbeit und Lebensqualität für seine Familie zu erreichen. Ein kleines Vermögen hat er dabei – fast aus Versehen – trotzdem erwirtschaftet, auch wenn er vermutlich wesentlich reicher sterben könnte, wenn er es darauf anlegte.

Wenn man Matthias’ Mutter glauben darf, war sein erstes Wort nicht »Mama« oder »Papa«, sondern »Auto«. Sein erstes Praktikum, seine Zeit als Werkstudent und seine Diplomarbeit absolvierte er bei Porsche. »Das war die Zeit, als der Cayenne entwickelt wurde, der Carrera GT gebaut wurde«, sagt Matthias. »Die meisten da waren völlig bekloppt. Wir hatten alle Benzin in Blut.« Seinen ersten Job trat Matthias – natürlich – in der Automobilindustrie an. Bei einem großen japanischen Automobilkonzern. Das bereitete ihm auch eine gewisse Freude, aber je länger er dort war, umso mehr spürte er: Es war nicht dasselbe. Keine echte Leidenschaft, sondern eher wie eine Tätigkeit als Söldner.