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SPIEGEL: Herr Roswadowsky, Sie haben im Jahr 2022 Abschied von der Ukraine genommen. Wie erinnern Sie sich daran?Roswadowsky: Als ich ging, war ich 17 Jahre alt. Meine Mutter hat diese Entscheidung für mich getroffen, es war meine erste Auslandserfahrung überhaupt. Ich ging allein, mit einem Koffer voller Kleidung und meinem Laptop – und musste mir in den vergangenen Jahren oft anhören, dass ich die Ukraine schon vergessen hätte.

SPIEGEL: Sie flohen nach Wien, später nach Warschau und wurden mit Ihren Liedern über das Weggehen und das Leben in Unsicherheit ausgerechnet in Ihrer Heimat zum Indie-Star.Roswadowsky: Auch das war eine Lektion für mich. Im Ausland hatte ich die Möglichkeit, mich als Musiker zu entwickeln und erwachsen zu werden. Gleichzeitig wollte ich die Ukraine nicht länger außerhalb der Ukraine suchen. Ich war es leid, fern von daheim zu sein.

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SPIEGEL: Also nahmen Sie ein zweites Mal Abschied – und gingen wieder zurück. Ihr Vater kämpft an der Front, wie hat er reagiert?