Aufwärtstrend beendet: Wenn eine Volkswirtschaft über fünf oder zehn Jahre gar nicht mehr wächst, wirkt sich das spürbar aus

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Nachrichten über die Wirtschaft erscheinen häufig bedeutungslos: Konjunktur, Inflation, Arbeitsmarkt – was hat das schon mit dem Leben der Bürgerinnen und Bürger zu tun?In der Tat, ob die Wirtschaft um ein paar Zehntel Prozentpunkte wächst oder schrumpft, macht kurzfristig keinen großen Unterschied.

Längerfristige Trends sind ungleich wichtiger. Wenn eine Volkswirtschaft über fünf oder zehn Jahre gar nicht mehr wächst, wirkt sich das spürbar aus: auf das Wohlbefinden und den Wohlstand der Einwohner, auf die Spielräume der öffentlichen Haushalte, auf die Finanzstabilität, auf das internationale Standing eines Landes und damit auch auf seine Verteidigungsfähigkeit.Die öffentliche Nachrichtenlage jedoch ist arg kurzatmig. Am Freitag der abgelaufenen Woche etwa veröffentlichte das Statistische Bundesamt eine Meldung zum Bruttoinlandsprodukt (BIP), also der Wirtschaftsleistung. Darin lässt sich die Präsidentin des Amtes, Ruth Brand, mit dem Satz zitieren: »Nach dem leichten Wachstum zum Jahresende 2025 ist die deutsche Wirtschaft auch positiv ins Jahr 2026 gestartet.« Vor allem der Export laufe wieder besser. Dann geht es weiter mit allerlei Details.