Das Ringen um die richtigen Motoren bleibt ein Dauerthema in der Formel 1 – und Max Verstappen hat erneut seine Zukunft mit den anstehenden Entscheidungen verknüpft. »Wenn es so bleibt wie jetzt, wird das nächste Jahr ein langes Jahr, und das will ich nicht«, sagte der Red-Bull-Pilot nach dem Qualifying zum Grand Prix in Montréal: »Es ist mental einfach nicht machbar für mich, so weiterzumachen. Wirklich nicht.«
Das waren bemerkenswerte Aussagen am Samstagabend Ortszeit, denn noch am Morgen war ein Interview im Verstappen sehr nahestehenden niederländischen »Telegraaf« erschienen, in dem er seinen Verbleib für 2027 bestätigte. »Ja, sicher«, sagte er dort: »Es sei denn, es passieren wirklich verrückte Dinge, aber davon gehe ich nicht aus.«Verstappens neueste Aussagen zeigen, wie sehr hinter den Kulissen doch noch über die richtigen Maßnahmen für die ungeliebten neuen Hybridmotoren gerungen wird. Anfang Mai hatte der Weltverband Fia über eine vermeintlich mehrheitsfähige Lösung informiert: Im kommenden Jahr soll der Verbrenner demnach wieder wichtiger werden und etwa 60 Prozent der Energie liefern. Diese Maßnahmen müssen allerdings per Abstimmung noch final beschlossen werden.
»Bleiben wir mal positiv«Während Red Bull und Mercedes recht offen für die Änderungen sind, haben sich etwa Audi und Ferrari noch nicht klar geäußert. Der nötige erhöhte Benzinfluss würde bis zur kommenden Saison einige sehr kurzfristige Veränderungen erfordern. Eine Entscheidung müsste daher recht schnell fallen.»Bleiben wir mal positiv«, sagte Verstappen allerdings auch, »ich denke, wir sind immer noch dabei, auf diese Veränderungen hinzuarbeiten. Wenn die Fia stark bleibt und auch die Formel-1-Verantwortlichen dahinterstehen, dann müssen sie es einfach durchziehen.«










