Schüsse beim Weissen Haus: Mutmasslicher Schütze tot – Trump dankt den EinsatzkräftenDer Secret Service schiesst vor dem Weissen Haus auf einen mutmasslichen Angreifer, während US-Präsident Donald Trump im Gebäude ist. Auch eine Passantin wurde verletzt.24.05.2026, 08.37 Uhr3 LeseminutenMitarbeiter des Secret Services reagieren auf die Schuss-Geräusche in der Nähe des Weissen Hauses, während eine Reportin sich in Sicherheit bringt.Aaron Schwartz / Imago(dpa) In unmittelbarer Nähe des Weissen Hauses haben Sicherheitskräfte Schüsse eines mutmasslichen Angreifers erwidert und diesen dabei tödlich verletzt. Die Person habe eine Waffe aus einer Tasche gezogen und das Feuer eröffnet, daraufhin hätten Beamte zurückgeschossen und den Verdächtigen getroffen, teilte der für die Sicherheit des Präsidenten zuständige Secret Service auf der Plattform X mit. Die Person sei im Spital für tot erklärt worden.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Auch ein unbeteiligter Passant wurde laut den Angaben während des Schusswechsels in der Hauptstadt Washington verletzt. Es blieb zunächst unklar, ob der Verdächtige oder Agenten des Secret Service dafür verantwortlich waren.Trump war im Weissen HausDer amerikanische Präsident Donald Trump hielt sich zum Zeitpunkt des Vorfalls im Weissen Haus auf. Auf der Plattform Truth Social bedankte er sich später bei seinen Sicherheitskräften für ihren Einsatz. «Vielen Dank an unseren grossartigen Secret Service und die Strafverfolgung für ihr schnelles und professionelles Eingreifen heute Abend», schrieb Trump. Der Angreifer habe eine gewalttätige Vergangenheit gehabt und sei «möglicherweise von dem meist geschätzten Bauwerk unseres Landes besessen» gewesen, führte der Präsident aus.Laut Secret Service wurde kein Beamter verletzt. Nach den Schüssen war am Weissen Haus ein grosses Aufgebot der Sicherheitskräfte zu sehen, einzelne Bereiche wurden für Passanten abgesperrt.Ob der mutmassliche Angreifer vorhatte, zum Weissen Haus vorzudringen, blieb unklar. Zu dem Motiv für die Schüsse mitten in der Innenstadt von Washington war zunächst nichts bekannt. Der Secret Service leitete eine Untersuchung ein.Ein Mitarbeiter des Secret Services auf dem Dach des Weissen Hauses.Aaron Schwartz / ImagoDer Vorfall ereignete sich am Samstag nach 18 Uhr Ortszeit unmittelbar nordwestlich des Weissen Hauses, wo die Pennsylvania Avenue auf die 17. Strasse trifft. An der Nordseite können Passanten dem Weissen Haus sehr nahe kommen – durch einen Gitterzaun ist die Regierungszentrale dort gut zu sehen.Reporter, die sich auf dem Gelände des Weissen Hauses aufhielten, berichteten von Schuss-Geräuschen. Die Bundespolizei FBI bestätigte später, dass Schüsse gefallen waren. Der Sender CBS News berichtete von 15 bis 30 Schüssen.Nördlicher Rasenbereich nach Schuss-Geräuschen geräumtDer Sender ABC News berichtete, dass der Rasen nördlich des Weissen Hauses vom Secret Service nach den Schuss-Geräuschen geräumt worden sei. Reporter seien angewiesen worden, schnell in den Presseraum des Weissen Hauses zu laufen.Trump hatte im Weissen Haus am Samstag unter anderem Gespräche über ein Abkommen für ein mögliches Ende des Iran-Kriegs geführt.Medienbericht: 21-Jähriger soll Schütze gewesen seinZur Identität des mutmasslichen Schützen gab es zunächst keine offiziellen Angaben. Der Sender CNN berichtete unter Berufung auf nicht genannte Quellen, es handle sich um einen 21 Jahre alten Mann.Mit Verweis auf eine Quelle der Justizbehörden hiess es weiter, dass dieser bereits zuvor mit dem Secret Service aneinandergeraten sei: Im Sommer 2025 soll er eine Zufahrt zum Weissen Haus blockiert haben und dann zur Begutachtung in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen worden sein. Laut CNN soll ein Richter ihm später verboten haben, sich dem Gelände des Weissen Hauses zu nähern.