Stand: 24.05.2026 • 05:08 Uhr
In Belgrad haben Zehntausende für vorgezogene Wahlen demonstriert. Die Protestierenden werfen der Regierung unter Präsident Vucic Korruption und Machtmissbrauch vor. Um den Zulauf zur Demo zu bremsen, stellte die Regierung den Bahnverkehr ein.
Zehntausende Menschen haben im Zentrum von Belgrad für Neuwahlen demonstriert. Die Kundgebung war Teil einer Serie von Protesten, die der Einsturz eines Bahnhofsvordachs in der nordserbischen Stadt Novi Sad im November 2024 ausgelöst hatte. Bei dem Unglück waren 16 Menschen ums Leben gekommen.
Die Protestbewegung wird von Studentinnen und Studenten getragen, die ein Jahr lang praktisch alle Universitäten des Landes besetzt hatten. Sie wird inzwischen von Millionen Bürgerinnen und Bürgern unterstützt. Sie machen Schlamperei und Korruption der Regierung unter Präsident Aleksandar Vucic für das tödliche Unglück von Novi Sad verantwortlich.
Die Forderung nach vorgezogenen Neuwahlen soll einen friedlichen Regierungswechsel ermöglichen. "Sie sind unsere Chance, unser Versprechen endlich einzulösen - eine ehrliche Regierung, Freiheit und ein würdevolles Leben", sagte einer der Redner auf der Kundgebung laut der unabhängigen Nachrichtenagentur Beta. Die nächste reguläre Parlamentswahl müsste Ende 2027 stattfinden.










