Die Goldene Palme der Filmfestspiele Cannes geht an den rumänischen Regisseur Cristian Mungiu für seinen Film „Fjord“. Der Film setzte sich gegen 21 andere Wettbewerbsfilme durch. Für Mungui ist es bereits die zweite Goldene Palme. 2007 hatte sein Film „4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage“ die Auszeichnung erhalten. Dem Regisseur gelingt mit „Fjord“ ein moralisch vielschichtiges Drama über Familie, Erziehung und kulturelle Konflikte.Der Große Preis der Jury, die zweitwichtigste Auszeichnung des Festivals, ging an den russischen Regisseur Andrej Swjaginzew für seinen gesellschaftskritischen Thriller „Minotaur“. Den Preis für die beste Regie teilten sich direkt drei Regisseure: die Spanier Javier Calvo und Javier Ambrossi für das Drama „The Black Ball“ („La bola negra“) und der polnische Filmemacher Pawel Pawlikowski für „Vaterland“. Der Film mit Sandra Hüller erzählt von einem gemeinsamen Roadtrip von Thomas Mann und Erika Mann durch das zerstörte Nachkriegsdeutschland im Jahr 1949.Den Preis der Jury erhielt die deutsche Regisseurin Valeska Grisebach für ihren Film „Das geträumte Abenteuer“. Grisebach feierte mit „Das geträumte Abenteuer“ ihr Debüt im Cannes-Wettbewerb.Als beste Schauspieler wurden Emmanuel Macchia und Valentin Campagne für ihre Rollen in dem Film „Coward“ des belgischen Regisseurs Lukas Dhont ausgezeichnet. Virginie Efira und Tao Okamoto wurden als beste Schauspielerinnen für das Drama „All of a Sudden“ („Soudain“) geehrt. Die deutsche Schauspielerin Sandra Hüller hingegen ging leer aus. Hüller war nominiert für ihre Rolle in dem Film „Vaterland“Der Preis für das beste Drehbuch ging an den Franzosen Emmanuel Marre für „A Man of His Time“ („Notre Salut“). In dem Film verarbeitet der Regisseur einen Teil seiner Familiengeschichte während des Zweiten Weltkriegs in Frankreich.Die französische Schauspielerin Isabelle Huppert würdigte die US-Schauspielerin Barbra Streisand, die mit einer Goldenen Ehrenpalme ausgezeichnet wurde, den Preis aber wegen einer Knieverletzung nicht persönlich entgegennehmen konnte. Streisand bedankte sich per Videobotschaft und sagte, Filme hätten „diese magische Fähigkeit“, Menschen zu vereinen.Bei den 79. Internationalen Filmfestspielen in Cannes wurden an diesem Samstag die Hauptpreise vergeben. 22 Beiträge konkurrierten um Auszeichnungen wie die Goldene Palme für den besten Film. Weitere Trophäen gab es für die beste Regie, die beste Darstellerin und den besten Darsteller. Die Preise wurden von einer internationalen Jury unter dem Vorsitz des südkoreanischen Regisseurs Park Chan-wook vergeben. Teil der Jury sind auch Schauspielerin Demi Moore und Schauspieler Stellan Skarsgård.
Goldene Palme geht an rumänischen Regisseur Mungiu
Den Preis der Jury erhält die deutsche Regisseurin Valeska Grisebach. Sandra Hüller geht leer aus.











