PfadnavigationHomeSportFußballBayern-EhrenpräsidentHoeneß hält Regierungsbeteiligung der AfD für sinnvoll – „Dann werden sie demaskiert“Stand: 13:30 UhrLesedauer: 3 MinutenUli Hoeneß, Ehrenpräsident des FC BayernQuelle: Getty Images/Alexander HassensteinUli Hoeneß’ Haltung mit Blick auf die AfD ist klar. Wovor sich andere fürchten, hält er jedoch für sinnvoll. Zudem äußert er sich zur Zukunft von Bayern-Sportvorstand Max Eberl und übt Kritik an Julian Nagelsmann.Bereits mehrfach hat sich Uli Hoeneß politisch unmissverständlich positioniert. Bei der Trauerfeier für Franz Beckenbauer (78†) hatte er sich zum Beispiel gegen die in Teilen rechtsextreme Partei AfD ausgesprochen. Auch vor einem Jahr, vor der Bundestagswahl, äußerte sich der Ehrenpräsident des FC Bayern München klar mit Blick auf die AfD. „Würde einer unserer Spieler plötzlich Werbung für die AfD machen, würde ich allerdings mit ihm reden und ihn fragen, ob er noch alle Tassen im Schrank hat“, sagte er dem „kicker“. Jetzt äußert sich der 74-Jährige im „Spiegel“ noch einmal ausführlich – und zeigt sich dabei offen für eine Regierungsbeteiligung der AfD. „Ich finde es ganz gut, wenn sie in dem einen oder anderen Land jetzt mal dran kommen. Dann kann man sie nämlich packen“, sagt Hoeneß im „Spiegel“-Interview. „Bis jetzt sind das alles Schaumschläger, die sich immer schön durchlavieren, aber noch nie bewiesen haben, dass sie es auch können.“ Er habe keine Angst, wenn die AfD etwa bei der Wahl in Sachsen-Anhalt im Herbst eine absolute Mehrheit bekäme. „Dann werden sie demaskiert. Ich bin sowieso der Meinung, man solle die AfD nicht verbieten, sondern wegregieren.“Seiner Meinung nach profitiere die AfD derzeit davon, „dass die Medien unsere Regierung so schlecht machen, wie es völlig unverdient ist.“Lesen Sie auchHoeneß bekräftigt seine persönliche Haltung zur AfD. Er würde sich „total abgrenzen gegen alles Rechtsradikale, was in dieser Partei steckt“, sagt er. „Leute wie Höcke würden mir nicht durch die Wohnungstür kommen.“Hoeneß über Eberls Zukunft: „Da sind noch Zweifel“In dem Interview äußert sich Hoeneß auch zur Zukunft von Bayern Münchens Sportvorstand Max Eberl, dessen Vertrag noch bis 30. Juni 2027 gültig ist. Er spricht von einer Tendenz „60 zu 40 für eine Verlängerung“ und ergänzt: „Da sind noch Zweifel.“ Näher führt er diese nicht aus. „Ich möchte jetzt nicht in Details gehen, das überlasse ich dann unserer Diskussion im Aufsichtsrat.“Lesen Sie auchHoeneß betont, Eberl sei „ein Manager, der hier einen großen Anteil an unserem Erfolg dieser Saison hat“. Laut AG-Recht darf der Verein mit Vorständen erst ein Jahr vor Vertragsende verlängern. In der Aufsichtsratssitzung im August, so Hoeneß, müsse dann entschieden werden, „ob Max Eberl der Manager ist, der den FC Bayern in die Zukunft führen soll“.Lesen Sie auchDeutliche Kritik übt Hoeneß an Bundestrainer Julian Nagelsmann. Dieser habe zu spät eine feste Stammformation gefunden. „Man hätte eine Mannschaft drei-, vier-, fünfmal zusammenspielen lassen müssen, um sie zu einer Einheit zu machen“, sagt er und bemängelt zudem Nagelsmanns Kommunikation – vor allem in der Torwartdebatte. Die Entscheidung für Manuel Neuer im DFB-Tor hält Hoeneß zwar sportlich für richtig, den Umgang mit Oliver Baumann jedoch nicht. „Manuel ist der bessere Torwart, keine Frage. Aber die Art und Weise, wie dem Oliver Baumann das mitgeteilt wurde, fand ich nicht in Ordnung. Das hätte man besser regeln müssen.“ dw/mel
Bayern-Ehrenpräsident: Hoeneß hält Regierungsbeteiligung der AfD für sinnvoll – „Dann werden sie demaskiert“ - WELT
Uli Hoeneß’ Haltung mit Blick auf die AfD ist klar. Wovor sich andere fürchten, hält er jedoch für sinnvoll. Zudem äußert er sich zur Zukunft von Bayern-Sportvorstand Max Eberl und übt Kritik an Julian Nagelsmann.










