Köln-Ikone und Kultfigur: Podolski beendet seine KarriereLukas Podolski prägt den 1. FC Köln und die deutsche Nationalmannschaft. Mit 40 Jahren ist nun Schluss mit Fussball. Wie es weitergeht, steht bereits fest.22.05.2026, 19.31 Uhr3 LeseminutenNoch am Donnerstag gab er in Polen eine Pressekonferenz. Am Tag darauf erklärte Lukas Podolski per Instagram das Ende seiner Fussball-Karriere.Jarek Praszkiewicz / epa(dpa) Lukas Podolski beendet seine Karriere als Profifussballer. Der Weltmeister von 2014, der seit 2021 in Polen bei Gornik Zabrze spielt, hört in diesem Sommer auf. «Ein Kapitel endet, eine neue Ära beginnt», teilten Podolski und sein Klub auf Instagram mit.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.In einem Videoclip packt der Offensivspieler seine Sachen und lässt dort noch einmal seine Karriere Revue passieren. «So, Feierabend», sagt er am Schluss. Dann schliesst er eine Tür, auf der in sechs Sprachen «Danke Fussball» steht. Am Samstag steht für Gornik Zabrze noch das letzte Ligaspiel gegen Radomiak Radom an, dabei dürfte Podolski gewürdigt werden.Der 40-Jährige blickt auf eine beeindruckende Laufbahn mit der WM-Krönung in Brasilien zurück. Ausgebildet in der Jugend des 1. FC Köln feierte Podolski 2003 sein Profidebüt. Beim FC avancierte der in Polen geborene Stürmer schnell zur Kultfigur.Dabei halfen Podolski viele Tore, aber auch sein frech-selbstbewusstes Auftreten und seine offen kommunizierte Liebe zum Klub aus der Domstadt. «Ich wollte immer ehrlich sein, der Junge von der Strasse», sagte er einmal über seine unnachahmliche Art.«Poldi» und «Schweini»Im Juni 2004 debütierte Podolski für die deutsche A-Nationalmannschaft. Gemeinsam mit seinem Kumpel Bastian Schweinsteiger prägte er in den kommenden Jahren die DFB-Elf. Das Duo «Poldi» und «Schweini» stand stellvertretend für einen neuen Stil und frische Auftritte der deutschen Auswahl.Mit seinem Kumpel Bastian "Schweini" Schweinsteiger wurde "Poldi" Weltmeister. Ina Fassbender«Er ist schon ein bisschen wie Köln: unterhaltsam, niemals langweilig, immer irgendwie das positive Lebensgefühl mit sich tragend. So hat er auch alle anderen angesteckt und mitgezogen», sagte Ex-Bundestrainer Joachim Löw mal beim TV-Sender Pro Sieben über Podolski. «Und er war nahbar, bodenständig mit einer unglaublichen Empathie für die Menschen, für die Fans.»Auf Vereinsebene zog es Podolski zum FC Bayern München. Mit dem deutschen Rekordmeister feierte er 2008 das Double aus Meisterschaft und DFB-Pokalsieg. Einer Rückkehr nach Köln folgten Stationen beim FC Arsenal, Inter Mailand, Galatasaray Istanbul, Vissel Kobe in Japan, Antalyaspor und schliesslich Zabrze.Karriereende in PolenNach seinem Wechsel zu seinem Jugendverein hatte der Fussballer den Klub aus seinem Geburtsland auf vielen Ebenen vorangebracht – sportlich, strukturell und durch sein Netzwerk. Im Dezember vergangenen Jahres erwarb der im nahegelegenen polnischen Gliwice (Gleiwitz) geborene Fussballer Anteile am Klub und wurde so zum zweitgrössten Anteilseigner.«Auch die Arbeit neben dem Platz macht mir grosse Freude. Ich bin jetzt 40, da haben sich die Prioritäten verschoben. Der Verein hat es mir ermöglicht, in viele Bereiche reinzuschnuppern», hatte Podolski bereits vergangenes Jahr in einem Interview betont.Am Donnerstag (21. Mai) hatte der Stadtrat von Zabrze einstimmig den Vorschlag befürwortet, 86 Prozent der Anteile an Gornik an Podolski zu verkaufen. Der Verkaufspreis beträgt offenbar umgerechnet 940 000 Euro. «Jetzt kaufe ich den Rest», sagte Podolski. Der deutsche Ex-Nationalspieler verpflichtet sich aber, den Klub in den kommenden Jahren zu finanzieren. In dem Privatisierungsvertrag ist festgelegt, dass der Eigentümer in den kommenden Jahren umgerechnet knapp drei Millionen Euro zuschiessen muss. Dieser Passus ermöglichte eine Senkung des Verkaufspreises.Dönerläden und FussballhalleNeben dem Fussball hat sich die DFB-Legende bereits weitere Standbeine aufgebaut. Gemeinsam mit Mats Hummels hatte er eine Hallen-Liga gegründet. Zudem besitzt Podolski in Nordrhein-Westfalen mehrere Dönerläden und Eisdielen. Auch eine Fussballhalle sowie ein eigenes Modelabel gehören zu seinen Projekten.Passend zum Artikel
"Poldi" sagt "Danke Fussball" und beendet seine Karriere
Lukas Podolski prägt den 1. FC Köln und die deutsche Nationalmannschaft. Mit 40 Jahren ist nun Schluss mit Fussball. Wie es weitergeht, steht bereits fest.










