Rund zweieinhalb Monate nach dem Ausbruch der für Vögel gefährlichen Newcastle-Krankheit hebt der Landkreis Dahme-Spreewald einen Teil der Schutzmaßnahmen wieder auf. Die Stallpflicht für Geflügel in Bestensee und Königs Wusterhausen ende am Samstag, teilte der Kreis mit. Veranstaltungen mit Geflügel seien im gesamten Kreisgebiet jedoch weiterhin untersagt.

Auch die Beschränkungen rund um Wolzig, die auf einen Ausbruch im benachbarten Landkreis Oder-Spree zurückgehen, blieben bestehen. Die Aufhebung der Restriktionszonen bedeute zudem nicht, dass betroffene Betriebe sofort wieder mit Tieren belegt werden könnten, hieß es vom Kreis.

21 Ausbrüche in Brandenburg

Im Februar war die hoch ansteckende Krankheit in einem Putenmastbestand im Landkreis Oder-Spree ausgebrochen. Anfang März folgte der erste Fall in Dahme-Spreewald. Innerhalb von fünf Wochen seien dort 21 Ausbrüche festgestellt worden – nach Angaben des Kreises ein „Tierseuchengeschehen in einem noch nie dagewesenen Ausmaß“. Seit dem 7. April seien keine neuen Fälle mehr aufgetreten. In Oder-Spree und Märkisch-Oderland gelten weiterhin regionale Restriktionszonen.

Mehrere Landkreise hatten zur Eindämmung Ausstellungen von Geflügel verboten. Insgesamt wurden in Brandenburg bislang 21 Ausbrüche der Tierseuche festgestellt, Zehntausende Tiere mussten getötet werden.