Künstlerin Floss: Stilbewusste Pop-Aktivistin

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»Und die Zahnseide nicht vergessen« ist so ein Satz beim dentalen Kontrolltermin, der einem regelmäßig einen Seufzer des Missmuts entlockt: Das Zwischenraumreinigungsriemchen, im Englischen »Floss« genannt, tut den Zähnen gut, nervt aber in der Anwendung. Eine Künstlerin, die sich Floss nennt und ihre Musik als »angry feminist techno pop« bewirbt, mag daher mit diesem Namen und dieser widerborstigen Definition erst einmal abschrecken, zumal ein männliches Publikum.

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Aber das nimmt die aus Braunschweig stammende Wahlberlinerin Florentine Sophie Schlüter wahrscheinlich gern in Kauf, ihre Kernklientel dürfte ohnehin zuvorderst aus Frauen bestehen. Der Künstlername Floss ergab sich wohl schlicht aus den Anfangsbuchstaben ihres bürgerlichen Namens und hat mit Mundhygiene wenig zu tun. Dabei ist ihr nun erscheinendes Debütalbum »b0dy c0un1« (lies: »Body Count«) durchaus eine Erfrischungskur, zumindest für die Ohren und die von generischem Charts-Pop geplagte Seele.