Das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern hat Medienberichten widersprochen, wonach der von der Privatinitiative am Wal befestigte GPS-Sender bereits in Deutschland angelangt sei. Diese seien schlichtweg „falsch“, teilte das Ministerium von Umweltminister Till Backhaus (SPD) der F.A.Z. am Freitag mit. „Der Tracker ist noch nicht bei uns angekommen.“ Das Ministerium sei bemüht, das Ortungsgerät zügig zu erhalten.Eine Privatinitiative hatte den Tracker am Buckelwal angebracht, bevor sie das Tier im viel befahrenen Kattegat aussetzte. Kurz nach seiner Freilassung verendete der Meeressäuger dort offenbar im Meeresgebiet zwischen Jütland und der schwedischen Westküste. Wann genau, bleibt bis zur Auswertung des Trackers aber unklar.Das Umweltministerium des SPD-Ministers erhofft sich aus den Daten Informationen dazu, „wie lange der Wal nach der Freilassung gelebt hat und wo er sich aufgehalten hat“. Nach F.A.Z.-Informationen befindet sich der Sender derzeit noch bei den dänischen Behörden.Kadaver bläht sich immer weiter aufDerweil treibt der Kadaver des Buckelwals weiter am Strand der dänischen Urlaubsinsel Anholt, wie Aufnahmen des Livestreamanbieters News 5 zeigen. Die dänische Umweltbehörde hatte den Kadaver eigentlich schon zur Obduktion und Weiterverarbeitung mit einem Schleppschiff gut 50 Kilometer in den Hafen der Stadt Grenaa ziehen wollen. Die Aktion musste jedoch pausiert werden. „Es ist nicht gelungen, den geplanten Transport durchzuführen“, sagte Jane Hansen von der dänischen Umweltbehörde am Donnerstagabend. Der Körper steckte ihr zufolge auf einer Sandbank fest, mindestens drei Schleppversuche seien gescheitert.Vor Pfingsten ist laut der dänischen Umweltbehörde nicht mehr mit einem Abtransport zu rechnen. Im Hafen der dänischen Stadt Grenaa soll der Kadaver zerlegt und untersucht werden; auch wissenschaftliche Proben sollen dabei laut dänischer Umweltbehörde entnommen werden.Der Kadaver bläht sich durch die Fäulnisgase in seinem Inneren immer weiter auf und droht zu platzen. Ob und wann dies passiert, sei jedoch unklar, teilte eine Sprecherin des Meeresmuseums Stralsund der F.A.Z. mit: „Man kann dazu fachlich keine sichere Aussage treffen.“ Ein mögliches Bersten hänge von einer Vielzahl verschiedener Faktoren ab. Die Sonneneinstrahlung und Temperaturen spielen demnach die größte Rolle.Walforschern zufolge können sich durch den Druck auch nur Risse oder Öffnungen in der Haut des Meeressäugers bilden; wie Luft aus einem Ballon entwichen die Gase dann von selbst. Es werde aber umso schwieriger, „detaillierte Ergebnisse“ bei der Obduktion zu erhalten, je weiter die Verwesung andauere. Der tote Buckelwal wurde vor mehr als einer Woche vor Anholt angespült.
Platzt der Buckelwal vor Anholt? Sonne und Wetter entscheiden
Das Umweltministerium von Mecklenburg-Vorpommern widerspricht Medienberichten, wonach es im Besitz des GPS-Trackers des verendeten Buckelwals sei. Sein Kadaver liegt weiterhin vor Anholt – und bläht sich immer mehr auf.











