Aschau im Chiemgau (dpa/lby) - Zur Unterstützung ehrenamtlicher Arbeit hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Wanderschuhe geschnürt und mit Freiwilligen des Deutschen Alpenvereins (DAV) beim Wegebau mit angepackt. Bei einer Wanderung mit Vertretern von DAV und Bergwacht Bayern zur Priener Hütte im Chiemgau griffen Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender zu Schaufel und Spitzhacke und halfen – wenngleich mehr symbolisch – bei der Wege-Instandhaltung mit.

Anlass ist der deutschlandweite Ehrentag, den Steinmeier zum Geburtstag des Grundgesetzes am 23. Mai 1949 ins Leben gerufen hat. „Ich finde, die Werte des Grundgesetzes sind es auch wert, gefeiert zu werden.“

Ehrenamt und soziale Pflichtzeit

Der Ehrentag solle ein „lebendiger, aktiver Geburtstag“ sein und Menschen anregen, sich in Zukunft auch selbst zu engagieren. „Ehrenamt, das ist so etwas wie das Rückgrat unserer Demokratie, das wollen wir nicht nur bewahren, das wollen wir stärken“, sagte Steinmeier, der dabei auch die Arbeit von Alpenverein und Bergwacht würdigte, die mit rund 4.000 Ehrenamtlern weitgehend die Bergrettung sicherstellt.

„Meine Vorstellung ist die, dass eigentlich jeder in Deutschland, jung und alt, einmal in seinem Leben ein paar Monate der Gemeinschaft, dem Gemeinwesen zur Verfügung stehen sollte“, sagte der Bundespräsident unter Verweis auf seinen Vorschlag zu einer sozialen Pflichtzeit.