Citroën lässt den legendären 2CV als Elektroauto unter 15 000 Euro wieder aufleben – die neue «Ente» rollt in Italien vom BandDie französische Marke will den vor 77 Jahren als Billigauto lancierten Kultwagen als Stromer mit Retro-Design auf den Markt bringen. Er soll vor allem gegen den neuen Renault Twingo antreten.22.05.2026, 15.00 Uhr3 LeseminutenCitroëns erster Teaser zum neuen 2CV deutet eine schlanke, moderne Version des weltberühmten Wagens mit typischen Kulleraugen und rundlicher Dachlinie an.CitroënWas der zum Stellantis-Konzern gehörende Autobauer Citroën gerade aus dem Hut zaubert, folgt einem Trend. Der gute alte 2CV, in Deutschland aufgrund seines Erscheinungsbilds auch «Ente» genannt, in der Schweiz «Döschwo», kommt als elektrisches Retro-Modell zurück. Es wird die Bürde früherer Erfolge tragen müssen.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Der Citroën 2CV – benannt nach der in Frankreich für die Steuer berechneten PS-Zahl – kam 1949 als Alternative zu den damals auf dem Land verfügbaren primitiven Transportmitteln, darunter Pferdewagen, auf den Markt. Er blieb bis 1990 in Produktion, wobei mehr als 5 Millionen Exemplare verkauft wurden.Das Auto war für seine markante, abgerundete Dachlinie und seine Froschaugen-Scheinwerfer bekannt. Obwohl der 2CV nur zwischen 9 und 29 PS leistete, ermöglichte das geringe Gewicht des Fahrzeugs von 475 bis 575 Kilogramm eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 115 km/h.Citroën verkaufte von 1949 bis 1990 mehr als 5 Millionen 2CV.Keystone France / GettyDer Hubraum betrug bei der Markteinführung nur 375 Kubikzentimeter und wuchs später auf 602 an. Ein mit grossen Federwegen ausgestattetes Fahrwerk sorgte selbst auf unebenen Strassen für ein Fahrgefühl wie auf einem fliegenden Teppich. Ein berühmter Werbespruch lautete, dass der 2CV einen Korb Eier über ein Bauernfeld transportieren könne, ohne dass eines zerbrechen würde.Im März 1988 wurden die letzten 2CV im französischen Citroën-Werk Levallois gebaut.Gilles Bassignac / Gamma-Rapho / GettyDer Citroën-Chef Xavier Chardon kündigte die Neuauflage des 2CV am 21.Mai im Rahmen eines Investorentags der Muttergesellschaft Stellantis an, gab jedoch nur wenige Details zu dem Modell bekannt, das im Oktober auf dem Pariser Autosalon vorgestellt werden und ab 2028 auf den Markt kommen soll.Es ist Teil des neuen Sparprogramms von Stellantis, das die Kosten niedrig halten und den Konzernmarken neuen Schub auf den Märkten geben soll. Ein Teil des Programms betrifft die Konzentration auf günstige Elektroautos, darunter neben dem Citroën ein Modell für Fiat. Diese kleinen Stromer sollen einen Grundpreis von unter 15 000 Euro haben, womit sie viele Elektrofahrzeuge auf dem europäischen Markt unterbieten würden.Sie sind unter anderem darauf ausgelegt, von den geplanten EU-Vorschriften zu profitieren, die «Supercredits» für Emissionen bei kleinen, in Europa hergestellten Elektroautos vorsehen. Das bedeutet, dass Autohersteller für jedes Elektroauto, das die Kriterien erfüllt, in ihrer CO2-Bilanz eine Gutschrift im Wert von 1,3 Autos erhalten würden.Bereits 1998 kündigte Citroën einen neuen 2CV an, der mit dem Mini und dem Volkswagen New Beetle konkurrieren sollte. Er sollte die gleiche Plattform mit Frontantrieb wie der Peugeot 206 nutzen, kam jedoch nie auf den Markt.Renault hat seit wenigen Jahren mit neuen Elektrofahrzeugen im Retro-Stil Erfolg und den Kleinwagen Renault 5, das kleine SUV Renault 4 sowie den Elektro-Zwerg Twingo auf den Markt gebracht. Dass Retro-Design und Neuauflagen von Kultautos auf dem Markt erfolgreich sein können, beweisen der Fiat 500 (seit 2007) und der Mini (seit 2001).Passend zum Artikel
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Die französische Marke will den vor 77 Jahren als Billigauto lancierten Kultwagen als Stromer mit Retro-Design auf den Markt bringen. Er soll vor allem gegen den neuen Renault Twingo antreten.










