Der Magdeburger Stadtrat hat am Donnerstag beschlossen, auf das Vorkaufsrecht für das Intel-Grundstück südlich der Stadt zu verzichten. Als Grund nannte die Stadt fehlende finanzielle Mittel.

Nach Angaben von Stadtsprecher Michael Reif ist nun wahrscheinlich, dass das Land Sachsen-Anhalt die Flächen vom US-Chiphersteller Intel erwirbt und dort ein Industriegebiet erschließt. Dazu solle eine Vereinbarung zwischen Stadt und Land geschlossen werden, in der die Interessen Magdeburgs festgeschrieben würden, sagte Reif.

Auf dem Areal südlich von Magdeburg hatte Intel ursprünglich eine Großfabrik zur Halbleiterproduktion errichten wollen. Mit dem Projekt waren die Erwartung tausender gut bezahlter Arbeitsplätze und steigender Steuereinnahmen verbunden.

Im Sommer des vergangenen Jahres sagte der US-Konzern seine milliardenschweren Pläne jedoch ab. Seitdem wird über die künftige Nutzung des leerstehenden Geländes beraten. Zunächst hatte die Stadt Magdeburg erwogen, das Grundstück selbst zurückzukaufen. Mit dem Beschluss des Stadtrats vom Donnerstag ist diese Option nun vom Tisch.

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