Auf dem Kurznachrichtendienst Bluesky sind in den vergangenen Wochen hunderte Accounts übernommen worden, über die dann falsche oder irreführende Behauptungen sowie Fake News verbreitet wurden. Das berichtet die New York Times unter Berufung auf eine Forschungsgruppe der Clemson University im US-Bundesstaat South Carolina und Bluesky selbst. Hinter den Angriffen sollen demnach Akteure aus Russland stecken.
Die Propaganda habe sich primär gegen Frankreich als Hauptunterstützer der Ukraine gerichtet. In einigen Fällen seien die Accountinhaber oder -inhaberinnen informiert worden, in anderen seien Konten suspendiert worden. Wie genau die massenhafte Übernahme der Accounts funktioniert, schreibt die Zeitung nicht.
Keine Unbekannten
Hinter der Kampagne soll ein Moskauer Unternehmen namens Social Design Agency stecken. Ihm wird schon länger vorgeworfen, mit der Manipulation von Inhalten Zwietracht in gegnerischen Staaten zu schüren. In einer umfangreichen Analyse hat das Forschungsteam der Universität erst vor zwei Monaten ausgeführt, wie das Netzwerk aus Russland auf Bluesky versucht hat, vor der jüngsten Bundestagswahl die Agenda der in Teilen als rechtsextrem eingestuften AfD zu verbreiten. In der aktuellen Kampagne seien seit April in Wellen Inhalte verbreitet worden, die die Ukraine diskreditieren sollten. Einige der Betroffenen konnte die New York Times kontaktieren. Sie hätten die Beiträge dann entfernt. Auch Bluesky selbst habe Tausende davon entfernt.






