Mit den Superstars Harry Kane und Jude Bellingham, aber überraschend ohne Cole Palmer und Phil Foden strebt Thomas Tuchel mit England den ersten WM-Titel seit 60 Jaren an. Der deutsche Teammanager hat am Freitag seinen 26-Mann-Kader für das XXL-Turnier in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) nominiert und damit im Mutterland des Fußballs eine hitzige Debatte ausgelöst. Denn Tuchel sorgte für einige umstrittene Entscheidungen. So sind neben den beiden Offensivstars Palmer (FC Chelsea) und Foden (Manchester City) etwa auch Rechtsverteidiger Trent Alexander-Arnold (Real Madrid) und Abwehr-Routinier Harry Maguire (Manchester United) nicht dabei. Mit Morgan Gibbs-White von Nottingham Forest sowie Dominic Calvert-Lewin (Leeds United) bekamen auch die beiden derzeit besten englischen Torschützen der Premier League kein Ticket. Dafür aber sensationell Angreifer Ivan Toney vom saudiarabischen Klub Al-Ahli."In den letzten drei Tagen habe er "viele schwierige Entscheidungen" treffen müssen, sagte Tuchel. Jetzt herrsche "Klarheit", er fühle sich "erleichtert" und ist "bereit loszulegen". In etwas mehr als einer Woche "sitzen wir im Flugzeug und ich kann es kaum erwarten".Auf dem Weg zum ersehnten Titel werden die Three Lions von Kapitän Kane (Bayern München) und dem ehemaligen Bundesliga-Star Bellingham (Real Madrid) angeführt, auch Mittelfeldantreiber Declan Rice vom neuen Meister FC Arsenal kommt eine Schlüsselrolle zu. Insgesamt sind wieder 14 Spieler dabei, die vor zwei Jahren in Deutschland EM-Zweiter geworden waren. Für elf Profis wird die WM das erste große Turnier ihrer Karriere sein. England trifft bei der WM in Gruppe L auf Kroatien (17. Juni), Ghana (23. Juni) und Panama (27. Juni). Anfang Juni fliegen Tuchel und Co. zur finalen Vorbereitung in die USA, dort stehen zwei abschließende Testspiele auf dem Programm: Gegen Neuseeland (6. Juni) und Costa Rica (10. Juni). (sid)Finden Sie die Rückkehr von Manuel Neuer ins DFB-Tor bei der WM richtig?·Der New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani hat offenbar einen Deal für günstigere Tickets mit FIFA-Präsident Gianni Infantino ausgehandelt. 1000 Karten für die Fußball-WM im Sommer sollen per Losverfahren an Einwohner der US-Metropole gehen – zum Preis von nur 50 US-Dollar (etwa 43 Euro). Dies wären die günstigsten Karten, die Fans auf direktem Weg erwerben können. Inklusive soll auch die Hin- und Rückfahrt zum MetLife Stadium sein. Die 1000 Tickets, die aus dem Kontingent des Organisationskomitees für New York und New Jersey stammen, verteilen sich auf fünf Gruppenspiele, ein Sechzehntelfinale und ein Achtelfinale, jedoch nicht auf das Finale. (sid)Die Nicht-Nominierung von Maximilian Mittelstädt und Chris Führich vom VfB Stuttgart ist Bundestrainer Julian Nagelsmann schwergefallen. Die beiden gehören „zu den absoluten Härtefällen“, sagte der 38-Jährige über das Duo, das nicht zum Aufgebot für die Fußball-Weltmeisterschaft gehören wird. Beide hätten sich zuletzt formstark gezeigt und gute Schritte gemacht, befand Nagelsmann.Mittelstädt tue ihm extrem leid, meinte der Coach. „Er hat eine tolle Entwicklung genommen und sich nicht viel vorzuwerfen.“ Es habe Überlegungen gegeben, Mittelstädt doch noch mitzunehmen. Letztlich habe man sich jedoch dagegen entschieden, um keinen Offensivspieler opfern zu müssen. Bei Führich sei ausschlaggebend gewesen, dass der Flügelspieler in der Nationalmannschaft nicht sein „VfB-Gesicht zeigen konnte“, erläuterte Nagelsmann und begründete die Entscheidung mit Nuancen, die für Vereinskollege Leweling gesprochen hätten. Führich habe „nie schlecht gespielt oder schlecht trainiert. Aber dieses komplett befreite, auch vom Standing her, was er auch beim VfB hat, das hat er bei uns nicht zu 100 Prozent erreicht“, sagte Nagelsmann. (dpa)Julian Nagelsmann plant mit Nationalspieler Leroy Sané bei der WM im Sommer in einer „Herausforderer-Rolle“. Das bekräftigte der Bundestrainer bei der Bekanntgabe seines Kaders.Er verstehe die Kritik an Sané und dessen bei Galatasaray schwacher Quote mit sieben Toren und fünf Vorlagen in 28 Ligaspielen, bekannte Nagelsmann. Er nannte die Anzahl der Scorerpunkte „zu wenig“. Er habe aber auch die beiden Treffer und drei Assists in Sanés jüngsten vier Länderspielen berücksichtigt. „Die Quote ist sehr, sehr gut.“Ja, Sané polarisiere, gab Nagelsmann zu. „Er ist ein Spieler, wo man immer mehr sieht, was er nicht bringt, weil er manchmal leider eine gewisse Ausstrahlung hat.“ Doch der 30-Jährige genieße „eine extrem hohe Anerkennung innerhalb der Mannschaft“ und habe eine „extrem enge Bindung“ zu vielen Kollegen.Auch fußballerisch bringe Sané das gewisse Etwas mit. „Er hat nach wie vor was ganz Besonderes im engen Raum. Er ist ein Spieler, der gerade gegen tiefe Gegner oder wenn ein Gegner müde ist, mit seinem Speed und seiner Technik im Kombinationsspiel was auslösen kann.“Außerdem kenne er den früheren Münchner schon sehr lange und habe einen „super Draht“ zu ihm. „Ich traue mir zu, den Spieler so zu kitzeln, dass am Ende der WM deutlich mehr positive Stimmen entfallen werden als negative.“ (sid)Drei Wochen vor der Weltmeisterschaft in Nordamerika haben mehrere Spieler der iranischen Nationalmannschaft in der US-Botschaft in der Türkei ihre Visaanträge für die Fußball-WM 2026 gestellt. Wie ein AFP-Fotograf berichtete, trafen mindestens vier Spieler in dunkelblauen Trainingsanzügen und ein Betreuer in schwarzer Sportkleidung am Donnerstagmorgen in der Vertretung in der türkischen Hauptstadt ein. Weitere Spieler sollten nach Angaben des Vizepräsidenten des iranischen Fußballverbands auch bei der kanadischen Botschaft entsprechende Verfahren durchlaufen.Die iranische Auswahl war am Montag im türkischen Antalya eingetroffen, um sich auf die WM vorzubereiten. Die Visa-Anträge erfolgen vor dem Hintergrund des Krieges zwischen Iran und den USA. Die Vereinigten Staaten und Israel hatten am 28. Februar mit Angriffen auf Iran begonnen. Seit dem 8. April gilt eine Waffenruhe. Die USA und Iran unterhalten seit 1980 keine diplomatischen Beziehungen.Die Teilnahme Irans stand daher auf der Kippe. So erklärte US-Außenminister Marco Rubio im April, iranische Spieler seien zur Weltmeisterschaft willkommen. Sein Land könne jedoch Mitgliedern der iranischen Delegation die Einreise verweigern, sollten sie Verbindungen zu den iranischen Revolutionsgarden haben, die von Washington und mehreren anderen Regierungen als Terrororganisation eingestuft werden.Bei der WM spielt Iran in Gruppe G zunächst am 15. Juni in Los Angeles gegen Neuseeland. Danach folgen Partien gegen Belgien ebenfalls in Los Angeles und gegen Ägypten in Seattle. Iran will erstmals die K.o.-Runde einer Fußball-WM erreichen. (AFP)Bundestrainer Julian Nagelsmann hat Kritik an seiner Kommunikation in Bezug auf die Nominierung des WM-Kaders weitgehend zurückgewiesen. „Generell bin ich über weite Strecken fein mit meiner Kommunikation. Das ist so“, sagte der 38-Jährige am DFB-Campus.Natürlich gebe es „immer Dinge, die man zum Tag X besser machen könnte“, ergänzte Nagelsmann. Er versuche aber immer, „viel zu erklären und viele Menschen mitzunehmen. Mal gelingt mir das besser, mal schlechter.“ Wichtig sei aber vor allem, „ehrlich zu sein zu den Spielern. Aber man kann immer diskutieren, ob das am Ende der perfekte Weg war.“Gerade die Kommunikation in der Torhüterfrage um Rückkehrer Manual Neuer war Nagelsmann zum Vorwurf gemacht worden. Er könne „absolut verstehen“, so der Bundestrainer, „dass in der Torwartfrage manche sagen, das war nicht der richtige Weg und manche sagen, das war der richtige Weg. Daran sieht man schon: Diese hundertprozentige Wahrheit gibt es nicht.“ Perfektion anzustreben, sei ohnehin „Schwachsinn, weil die wird man nie erreichen. Ich bin fein mit der Kommunikation, sage aber auch, man hätte Dinge anders machen können.“ (sid)Julian Nagelsmann hat sich noch einmal zum Ziel bekannt, die Fußball-WM mit der deutschen Nationalmannschaft gewinnen zu wollen. „Ja klar, die Aussage gilt. Es war ein entscheidendes Wort drin, ich habe gesagt, wir wollen Weltmeister werden“, antwortete der Bundestrainer bei der Kaderbekanntgabe in Frankfurt auf die Frage, ob er an seiner getroffenen Aussage nach dem Viertelfinal-Aus gegen Spanien bei der Heim-EM 2024 festhalte. Er habe damals nicht gesagt, wir werden Weltmeister.„Ich glaube, dass alle Mannschaften Weltmeister werden wollen. Wir wollen das auch. Jeder Spieler der nominiert ist, hat die Verpflichtung, das zu zeigen“, betonte der 38 Jahre alte DFB-Trainer.Zur Vorbereitung auf die Endrunde bestreitet seine Mannschaft noch ein Heimspiel am 31. Mai in Mainz gegen Finnland sowie am 6. Juni in Chicago ein Testmatch gegen die USA. In der WM-Gruppe E trifft das deutsche Team auf Curaçao, die Elfenbeinküste und Ecuador. (dpa)Bundestrainer Julian Nagelsmann nimmt Rückkehrer Manuel Neuer als Nummer eins der deutschen Fußball-Nationalmannschaft mit zur WM. „Ja, plane ich“, betonte der 38 Jahre alte DFB-Trainer bei der Vorstellung des Kaders bei einer entsprechenden Frage. „Jeder weiß, welche Aura Manu umgibt. Planen mit ihm als Nummer eins. Die Entscheidung steht so und ist in meinen Augen die richtige."Neuer war nach dem Viertelfinal-Aus bei der Heim-EM im Juli 2024 zurückgetreten. Der aktuell angeschlagene 40 Jahre alte Weltmeister von 2014 bestritt insgesamt 124 Länderspiele und wird als Nummer eins in das Turnier in den USA, Kanada und Mexiko starten. Für den Bayern-Keeper wird Oliver Baumann von der TSG 1899 Hoffenheim seinen Posten wieder räumen müssen. Es sei für Baumann ein Schlag gewesen, räumte Nagelsmann ein, sprach aber von einer „Weltklasse-1b“-Lösung. In mehreren Telefonaten habe Baumann klargestellt, dass er der Mannschaft helfen wolle. Der 35-Jährige war nach dem mehrmonatigen Ausfall von Marc-André ter Stegen zum Stammtorwart der DFB-Auswahl aufgestiegen und sollte ursprünglich als Nummer eins zur WM. Zumal Neuer immer wieder erklärt hatte, dass sein Rücktritt unumstößlich sei und Nagelsmann zunächst auf Baumann setzte.Ausschlaggebend für die Nominierung von Neuer sei auch gewesen, so Nagelsmann, „dass wir Klarheit haben, wie es bei ihm dann auch weitergeht, ob er nach der Saison weiterspielen möchte“. Neuer hatte unlängst seinen Vertrag beim FC Bayern um ein Jahr bis Sommer 2027 verlängert. Es habe „natürlich extrem viele Diskussionen“ gegeben, „viele Dinge, die man überlegt, hinterfragt“, sagte Nagelsmann allgemein zur Kaderauswahl. Diskutiert sei bis kurz vor knapp und versucht, die richtigen Entscheidungen zu treffen. „Die sind jetzt getan“, betonte Nagelsmann: „Die internen Diskussionen sind vorbei.“ Es sei heiß, „die Jungs sind mega heiß und das Trainerteam ebenso“. (dpa)Die TSG 1899 Hoffenheim hat mit knapper, aber deutlicher Kritik auf die Degradierung ihres Nationaltorhüters Oliver Baumann im deutschen WM-Kader reagiert. „Am Ende ist es selbstverständlich die Entscheidung des Bundestrainers, wen er nominiert beziehungsweise aufstellt“, sagte Andreas Schicker, der Sport-Geschäftsführer des Bundesligaklubs. „Was die Kommunikation und den Stil betrifft, kann sich jeder selbst ein Urteil bilden." Der Kader der Fußball-Nationalmannschaft für die WM-Endrunde in Kanada, Mexiko und USA (11. Juni bis 19. Juli):Tor: Oliver Baumann (TSG Hoffenheim), Manuel Neuer (FC Bayern München), Alexander Nübel (VfB Stuttgart)Abwehr: Waldemar Anton (Borussia Dortmund), Nathaniel Brown (Eintracht Frankfurt), Pascal Groß (Brighton & Hove Albion), Joshua Kimmich (FC Bayern München), David Raum (RB Leipzig), Antonio Rüdiger (Real Madrid), Nico Schlotterbeck (Borussia Dortmund), Jonathan Tah (Bayern München), Malick Thiaw (Newcastle United)Mittelfeld: Aleksandar Pavlovic (FC Bayern München), Jamal Musiala (FC Bayern München), Nadiem Amiri (FSV Mainz 05), Jamie Leweling (VfB Stuttgart), Felix Nmecha (Borussia Dortmund), Angelo Stiller (VfB Stuttgart), Leon Goretzka (FC Bayern München), Lennart Karl (FC Bayern München), Florian Wirtz (FC Liverpool)Angriff: Deniz Undav (VfB Stuttgart), Kai Havertz (FC Arsenal), Maximilian Beier (Borussia Dortmund), Leroy Sané (Galatasaray Istanbul), Nick Woltemade (Newcastle United)Deutschlands Rekordtorwart Manuel Neuer kehrt zwei Jahre nach seinem Rücktritt zur Weltmeisterschaft in die deutsche Nationalmannschaft zurück. Bundestrainer Julian Nagelsmann setzt bei dem am 11. Juni beginnenden Turnier in den USA, Kanada und Mexiko auf den inzwischen 40 Jahre alten Kapitän des FC Bayern München.Der bislang als Nummer eins vorgesehene Hoffenheimer Oliver Baumann (35) wird demnach kurz vor dem Start der Vorbereitung auf die WM-Endrunde zurückgestuft. Dritter Torwart im Aufgebot ist der Stuttgarter Alexander Nübel. Auch der Münchner Torhüter Jonas Urbig soll mit in die USA fliegen, um bei den Trainingseinheiten zu unterstützen und auf Abruf verfügbar zu sein.Bei der Nominierung des Kaders auf dem DFB-Campus in Frankfurt wurde zudem klar, dass der Kölner Angreifer Said El Mala nicht zum Kreis der 26 WM-Spieler gehört. Auch Matthias Ginter vom SC Freiburg bekam einen Tag nach der Niederlage im Finale der Europa-League gegen Aston Villa (0:3) keine Einladung von Nagelsmann.Angeführt wird das Aufgebot von Kapitän Joshua Kimmich. Seine Stellvertreter Kai Havertz und Antonio Rüdiger sind nach langen Verletzungen rechtzeitig wieder in WM-Verfassung, wie auch der Dortmunder Felix Nmecha. Jüngster Akteur im Aufgebot ist Bayern-Profi Lennart Karl mit 18 Jahren und der Erfahrung von zwei Länderspielen. Den Sprung ins Aufgebot schafften zudem die in diesem Jahr bisher nicht berücksichtigten Maximilian Beier und Nadiem Amiri.Der in Gelsenkirchen geborene Neuer, der seinen Vertrag in München noch einmal bis Sommer 2027 verlängerte, hat in seinen mehr als 20 Profi-Jahren das Torwartspiel mit seiner speziellen Art auf ein neues Level gehoben. Von der WM 2010 bis zur EM 2024 stand Neuer bei allen großen Turnieren im DFB-Tor. Mit 124 Länderspielen ist er Deutschlands Rekordkeeper. Sein größter Erfolg war der Titelgewinn bei der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien.In der Gruppenphase spielt die Nationalmannschaft am 14. Juni in Houston gegen Curaçao, am 20. Juni im kanadischen Toronto gegen die Elfenbeinküste und am 25. Juni in East Rutherford gegen Ecuador. Das Teamquartier wird in Winston-Salem in US-Bundesstaat North Carolina bezogen. (jaeh./dpa)In der Futsal-Halle des DFB-Campus wird Bundestrainer Julian Nagelsmann gleich seinen kompletten WM-Kader offiziell bekannt geben. Weiter geht es mit Leon Goretzka. Der Mittelfeldspieler, der den FC Bayern München nach dieser Saison verlassen wird, wurde ebenfalls nominiert. Mehr ladenTickarooLive Blog Software