Gerstensaft fürs Gedächtnis?: Vitamin-Bomben im BiergartenEin Kommentar von Ulf von Rauchhaupt Münchner Forscher messen in verschiedenen Bieren erkleckliche Gehalte an Vitamin B6, welches unter anderem wichtig fürs Denkvermögen ist. Das erklärt vielleicht das Neolithikum, entschuldigt aber nicht alles.FAZ+Verliebt in ChatGPT: Und ewig lockt die KIEin Kommentar von Piotr Heller Eine Studie zeigt, dass viele Menschen sich unbeabsichtigt in Chatbots verlieben. Die Technologiekonzerne dürfte das freuen. Für echte Beziehungen verheißt es nichts Gutes.Soziologische Theorien: Methodisch verdächtigEin Kommentar von Florian Heimhilcher In einer Fachzeitschrift entbrennt eine Debatte über den Zusammenhang zwischen Soziologie und Verschwörungstheorien. Bei der Gelegenheit wird auch mit einigen Monographien der vergangenen Jahrzehnte abgerechnet.FAZ+Literaturkritik: Beherzt sägen am eigenen AstEin Kommentar von Jan Wiele Der Fan der Fans: Gerhard Lauer beschreibt im „Merkur“ eine neue literarische Öffentlichkeit, die ohne Experten auskommt. Aber eine Bedrohung mag er darin partout nicht sehen, auch nicht für sein eigenes Metier.Publikationswesen: Tretet zurück!Ein Kommentar von Hinnerk Feldwisch-Drentrup Wie kann das wissenschaftliche Publikationswesen reformiert werden? Geht es nach einem internationalen Forscherteam, sollten Wissenschaftler häufiger aufbegehren. Das Signal könnte wirken.Zeitgefühl: Auf, zählet die Tage!Ein Kommentar von Ulf von Rauchhaupt Die Zeit fliegt uns scheinbar davon. Das ist aber nicht immer ein melancholieträchtiges Phänomen.Spieltheorie und Religion: Die Regel des heiligen Ludwig Der Vorhaltung von Jürgen Habermas, die Theologie habe Gott vergessen, setzt Hartmut von Sass ein spieltheoretisches Verständnis von Religion entgegen. Es ist kein Wunder, dass ein solches Konzept konservativen Theologen einleuchtet.Soziale Systeme: Kein Volk von Idealisten Je größer die subjektive Zufriedenheit eines Bürgers mit seinem Einkommen, desto größer ist hierzulande sein Vertrauen in die Demokratie. Denn die Deutschen fordern von der Politik vor allem die Sicherung von Wohlstand.Polnisch-deutsche Traumata: Der Stich im Herzen Gastbeitrag Wer fleißig aufarbeitet, rechnet stillschweigend mit Versöhnungsbereitschaft, sodass Traumata gar nicht erst zur Sprache kommen: Können Deutsche und Polen eine grenzüberschreitende Familienaufstellung gebrauchen?Zur Autofarbenlehre: Färben Sie bitte vorsichtig! Die Fahrbahn ist ein graues Band, das gilt seit je nicht nur auf der Autobahn. Heute kommen auch die Fahrzeuge in gedeckten Tönen daher. Welche Tendenz des Zeitgeists bricht sich in der diskreten Farbwahl Bahn?ESsener Gespräche: Die Kirche im Staat lassen Was kann die Republik bei nachlassender Bindung an die Religion von deren Gesellschaften noch erwarten? Diese Frage, die Josef Isensee schon 1990 stellte, nahmen die Essener Gespräche jetzt wieder auf.FAZ+Evidenz à la AfD: Volksauge, sei achtsam! Vorsicht ist geboten, wenn das kollektive Unterbewusste in der zweiten Person Singular angesprochen wird. „Du siehst es doch auch“: Markiert diese Parole der AfD eine ikonische Wende der politischen Kommunikation?Zapperi und die Deutschen: Es war ein Kind „Enttäuschung“ und „Versöhnung“ heißen zwei Kapitel der Kindheitserinnerungen von Roberto Zapperi. Beim Verständnis seiner eigenen Faszination für die Deutschen half ihm ein Buch von Friedrich Meinecke.Leonardos fragile Bilder: Der große Zerstörer Ja, jetzt patzt er, und nun kratzt er auch noch die Farbe runter: Francesca Borgo schaut Leonardo da Vinci auf die Finger und zeigt, wie er den Schaffensprozess verlängerte und heutigen Kunsthistorikern Care-Arbeit beschafft.Sozialtechnologie: Der KI-Zensur fehlt der Durchblick Ohne Meinungsfreiheit lässt sich ein Land nicht gut regieren – da hilft auch keine Technologie. Vor einem regelrechten Dilemma stehen Herrschende, die sich zu Zensurzwecken der künstlichen Intelligenz bedienen wollen.Wehrpflichtdebatte: Wer steckte das Volk in Waffen? Die Wehrpflicht gilt als demokratische Errungenschaft. Der Historiker Till van Rahden entlarvt diese nicht nur von Theodor Heuss gepflegte Erzählung als Mythos. Preußen war für die Massenaushebung wichtiger als Frankreich.J.D. Vance: Die Irrlehre vom Ordo Amoris Mit Augustinus kann J. D. Vance die Schlechterstellung von Schutzsuchenden nicht rechtfertigen. Das mit Berufung auf den Kirchenvater verbreitete Lehrstück ist irreführendes digitalisiertes Lexikonwissen.