Der Hilferuf aus dem Persischen Golf erreicht Mohamed Arrachedi am vergangenen Donnerstag um 11.55 Uhr: »Ich bin Maschinist auf einem Schiff«, schreibt ihm ein Mann auf WhatsApp. »An Bord befinden sich Ägypter und Ausländer. Der Kapitän ist entschlossen, mit dem Schiff die Straße von Hormus zu durchqueren. (...) Er weigert sich, die Passagiere von Bord gehen zu lassen. Und wir sterben hier.«
Der Mann meldet sich bei Arrachedi, weil der Spanier für die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF) arbeitet. Sie ist ein Zusammenschluss von mehr als 700 Gewerkschaften aus 150 Ländern, die sich für die Belange von Lkw-Fahrern, Lokführern, Fischern und Seefahrern einsetzen. Arrachedi ist der ITF-Ansprechpartner für den Iran und die arabische Welt. Auf den Hilferuf am Donnerstag habe er nicht sofort antworten können, wird er dem Reporter wenig später erzählen. Er habe an einer Videokonferenz teilgenommen. Doch der Seemann ließ nicht locker:






