Schon Aristoteles meinte zu wissen, dass die Jugend es zu nichts bringen werde. Zumindest wird dem griechischen Philosophen das Zitat nachgesagt, dass die Jugend unerträglich sei und er keine Hoffnung mehr in die Zukunft des Landes setze. Auch heute sitzt Aristoteles häufig am Familientisch dabei, etwa in Gestalt des grantigen Verwandten, der über den verwöhnten Nachwuchs schimpft, der zu keiner Leistung mehr bereit ist. Der Streit dreht sich längst nicht nur um Moral und Haltung der Jugend, sondern auch ums Geld: Wem fiel der Berufseinstieg leichter? Sind Immobilien wirklich teurer geworden oder hat die Jugend schlichtweg den Verzicht verlernt? Es sind Fragen, die auf Familienfeiern für noch mehr Aufruhr sorgen als die Sitzordnung oder das vegane Menü. Höchste Zeit also, die Emotionen hintanzustellen und die Daten zu betrachten. Wie erging es den älteren Generationen, als sie jung waren? Und wie steht es um die Jugend heute? Wir haben einige besonders strittige Punkte geprüft.„Alle klagen über den schlechten Arbeitsmarkt für junge Akademiker. Dabei war die Jugendarbeitslosigkeit schon mal viel höher.“Wenn dieser Tage groß in den Schlagzeilen steht, dass Berufseinsteiger verzweifelt nach Jobs suchen, werden bei so manchem älteren Arbeitnehmer Erinnerungen wach. Nach der Hochphase des Wirtschaftswunders gab es in den Siebziger- und Achtzigerjahren heftige Krisen, in denen eine höhere Arbeitslosigkeit vermeldet wurde. Die beiden Ölkrisen und der damalige Wirtschaftsabschwung haben ihre Spuren hinterlassen, auch bei den damals jungen Leuten. In den Achtzigern suchte fast jeder Zehnte unter 25 Jahren nach Arbeit. Ebenso stieg mit der Wirtschaftskrise nach der Wiedervereinigung in den Neunzigern die Jugendarbeitslosigkeit der jungen Menschen an und überschritt abermals die Marke von zehn Prozent.
Boomer gegen GenZ: Welche Generation hatte es wirklich schwerer?
Hauskauf, Arbeitslosigkeit, Leistungsbereitschaft: Am Familientisch wird gerne gestritten, welcher Generation in ihrer Jugend mehr Steine in den Weg gelegt wurden. Hier kommen die besten Argumente.








