Der US-Bundesstaat Texas hat wegen der unbelegten Behauptung, dass Angestellte von Meta verschlüsselte Inhalte bei WhatsApp einsehen können, Klage gegen den US-Konzern eingereicht. Das hat Attorney General Ken Paxton öffentlich gemacht und erklärt, dass Zusicherungen, die Kommunikation auf WhatsApp sei vollkommen privat und unzugänglich, „offensichtlich falsch“ seien. In der Klageschrift wird behauptet, WhatsApp habe ganz im Gegenteil Zugriff auf „praktisch alle“ angeblich privaten Inhalte. Gestützt wird die Behauptung auf Schlussfolgerungen eines Ermittlers des US-Handelsministeriums, der genau das herausgefunden haben will. Belege dafür gibt es aber nicht und Experten haben die Vorwürfe längst in Zweifel gezogen. Meta hat ihnen ebenfalls widersprochen.

Grundlage der Klage ist primär die Aussage eines Sonderermittlers, der für das US-Handelsministerium im vergangenen Jahr Hinweisen nachgegangen war, dass Meta verschlüsselte WhatsApp-Inhalte einsehen kann. Dem lagen Aussagen von Ex-Angestellten und Angaben eines Whistleblowers zugrunde, hat Bloomberg berichtet. Ende April waren die Ermittlungen aber abrupt eingestellt worden, angeblich auf Anweisung aus der Führungsebene. Deshalb sei unklar, welche Beweise im Rahmen der Ermittlungen gesammelt wurden. Laut dem Finanznachrichtendienst haben aber zwei befragte Personen behauptet, bei ihrer Arbeit zur Inhaltsmoderation für einen Auftragnehmer breiten Zugang zu WhatsApp-Nachrichten gehabt zu haben.