„Deutsch genug?“ Ein Gespräch mit der Autorin Ira Peter und dem Labelmanager Artur Schock – von Russlanddeutschen über Russlanddeutsche.
taz: Ira Peter, Ihr Buch „Deutsch genug? Warum wir endlich über Russlanddeutsche sprechen müssen“ (2025) haben Sie nun auch als Hörbuch eingelesen. Russlanddeutsche sind Nachfahren von Deutschen, die im 18. und 19. Jahrhundert ins zaristische Russland ausgewandert sind. In den 1990ern kehrten viele nach Deutschland zurück. Ihr Hörbuch wurde überraschenderweise beim Indielabel Audiolith veröffentlicht, das eher mit Electropunkbands wie Egotronic assoziiert wird.
Ira Peter: Wir haben uns vor circa fünf Jahren durch Instagram kennengelernt. Audiolith und mich verbindet, dass wir uns seit Jahrzehnten gegen rechts und für eine starke Demokratie in Deutschland einsetzen. Als mein Verlag die Rechte freigab, hat Audiolith zugeschnappt.
Artur Schock: Als ich Ira Peters Podcast „Steppenkinder“ entdeckte, habe ich mich zum ersten Mal mit Russlanddeutschen identifizieren können und mich bei ihr für die wichtige Arbeit bedankt. 2003, in den Anfängen von Audiolith war die Idee meines Kollegen Lars Lewerenz, dass er Musik von Freunden rausbringt. So war es mit Ira auch, nur dass sie ein wichtiges Buch geschrieben hat. Erst wollten wir es auf CD veröffentlichen, das wäre ein Ziegelstein gewesen. Jetzt ist es eine MP3-CD geworden.








